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Pläne für den Montgeronplatz

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Von: Torsten Weigelt

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Eschborn Diskussion in Niederhöchstadt

Wo sollen die Jugendlichen aus Niederhöchstadt abends hin?“, wollte ein junger Mann wissen. In letzter Zeit verteile die Polizei am Montgeronplatz zunehmend Platzverbote, berichtete er. „Die Jugendlichen weichen dann in die Wohngebiete aus.“

Dass das keine Lösung ist, da stimmten ihm Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) und Erster Stadtrat Mathias Geiger (FDP) zu. Doch viel Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation, die vor allem an den Wochenenden für viel Ärger bei jungen Leuten und Anwohnern sorgt, konnten sie am Mittwoch im Bürgerzentrum Niederhöchstadt nicht machen.

Eine längere Öffnung des Jugendcafés als bis 22 Uhr sei aus Jugendschutzgründen nicht möglich, bedauerte Geiger. Und auch seine Bemühungen, mit dem Rewe-Markt zu vereinbaren, an den Wochenenden ab 18 Uhr keinen Alkohol mehr zu verkaufen, seien gescheitert.

Speckhardt verwies auf den Präventionsrat, in dem Anwohner und Jugendliche immerhin miteinander sprechen – und auf die Pläne der Stadt, den Montgeronplatz umzugestalten. „Möglicherweise finden wir dann einen Platz, auf dem sich Jugendliche aufhalten können, ohne dass sie die Anwohner stören.“ Details zu den Ideen der Stadt, den unwirtlichen Platz aufzumöbeln, präsentierte der Rathauschef allerdings noch nicht.

Immerhin kündigte er an, dass sich schon in „zwei, drei Monaten“ etwas tun könnte. Hauptproblem seien bislang die Eigentumsverhältnisse gewesen, doch die Verhandlungen mit den privaten Eigentümern und auch der Kirchengemeinde seien gut vorangekommen. Und auch die Gefahr, dass die Lebensmittelversorgung sich erheblich verschlechtern könnte, sei gebannt. „Rewe hat seinen Mietvertrag für mehrere Jahre verlängert.“

Doch nicht nur um den Montgeronplatz ging es bei der Bürgerversammlung. Bürger und Verwaltungsspitze diskutierten über die Entwicklung des gesamten Ortsteils Niederhöchstadt – bis zu Ampeln und Straßenlaternen.

Ein weiteres größeres Thema war der geplante Neubau für die Musikschule am Ortsrand. Die Stadt habe inzwischen das dafür nötige Grundstück gekauft, verkündete der Bürgermeister. Da die Musikschule auch von Kindern aus Schwalbach und Kronberg besucht werde, sei die Lage an der Einmündung der Kronberger Straße in die Landesstraße sinnvoll.

Da war ein Vater im Publikum allerdings anderer Meinung. Er plädierte für eine zentralere Lage: „So brauchen wir wieder einen Eltern-Taxi-Service.“ Seine Kinder allein über die Kronberger Straße laufen zu lassen, sei ihm zu unsicher.

„Wir haben leider kein geeignetes Grundstück in der Innenstadt gefunden“, sagte Speckhardt. Aber er versprach, dass parallel zum Bau der Musikschule auch die Kronberger Straße renoviert wird. „Da gibt es dann auch einen Radweg und vernünftige Bürgersteige.“

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