Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hofheim

Pflegeheim vor dem Exitus

Der Countdown läuft. Noch fünf Tage hat die Ingenium-Gruppe Zeit, das Geld für das geplante Pflegeheim an der Lorsbacher Straße aufzutreiben. Von Barbara Helfrich

Von Barbara Helfrich

Der Countdown läuft. Noch fünf Tage, bis zum 2. November, hat die Ingenium-Gruppe Zeit, der Stadt einen Finanzierungsnachweis für das Pflegeheim an der Lorsbacher Straße vorzulegen. Verstreicht diese Frist, ist der Investor aus dem Rennen. Die Kommune müsste bei Null anfangen und neue Pläne für die Brache schmieden.

Die Stadt hatte das Grundstück Ende Januar an das Schweizer Unternehmen verkauft. Im Vertrag ist festgelegt, dass es binnen eines Monats ein Finanzierungskonzept liefern muss. Daran hielt sich Ingenium nicht. Ende August sicherte es zu, "kurzfristig" die geforderten Nachweise nachzureichen. Getan hat sich seitdem nichts.

Er habe zuletzt Ende September mit Ingenium gesprochen, sagte Stadtrat Wolfgang Winckler (SPD). Dabei habe das Unternehmen zugesagt, die nötigen Unterlagen bis November beizubringen. Bevor diese Frist abläuft, wolle er nicht darüber spekulieren, wie wahrscheinlich es ist, dass das Projekt platzt.

Niemand ist erreichbar

Manfred Press, der im Verwaltungsrat der Ingenium-Gruppe sitzt und auf der Internet-Seite des Unternehmens als Ansprechpartner genannt ist, war in den vergangenen Tagen telefonisch weder auf dem Festnetz noch über Mobiltelefon erreichbar. Anfragen der FR auf dem Anrufbeantworter und per E-Mail blieben unbeantwortet.

Die Ingenium Gesellschaft für Altenpflege Hofheim, die beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg registriert ist, findet sich im Internet noch unter der gleichen Telefonnummer wie die Fontiva-Gesellschaft. Fontiva betreibt zwei Senioren-Einrichtungen in Potsdam und ein Hospiz in Geestacht. Mit Ingenium kooperiert die Firma aber nach eigenen Angaben seit einem Jahr nicht mehr.

Die Stadt Hofheim hatte Ingenium bereits 2004 als Bauherr für das Pflegeheim ausgewählt. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben außer der Einrichtung in Hofheim noch drei ähnliche bauen. In Hofheim sind 90 Betten geplant. Im August nannte Ingenium das Frühjahr 2010 als Termin für den Baubeginn.

Der Stadt schwebt ein Angebot aus einem Guss vor: Das Pflegeheim soll eine Ergänzung zur benachbarten "Seniorenresidenz bei der Wiesenmühle" sein, in der die Caritas schon seit einigen Jahren "Betreutes Wohnen" anbietet. Senioren, die dort leben, sollten ins Pflegeheim nebenan wechseln können, wenn sie hinfällig werden. Die Caritas hatte zunächst auch erwogen , das Pflegeheim zu errichten, dies aber 2004 verworfen. Nach ihrem Konzept hätte der Bauplatz nur für ein Heim mit 40 Betten gereicht, das nach ihren Berechnungen aber nicht wirtschaftlich gewesen wäre.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare