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Paradies Eschborn

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Nach einer Studie des Bunds der Steuerzahler ist Eschborn ein „Steuerzahlerparadies“. Ansonsten sieht der Verband den Main-Taunus-Kreis kritisch.

Wenn es nach dem Bund der Steuerzahler geht, sollten sich alle Kommunen in Hessen ein Beispiel an Eschborn nehmen. Als „Steuerzahlerparadies“ bezeichnet der Verband die Stadt in einer aktuellen Untersuchung. Darin vergleicht er die Steuerpolitik der Kommunen im Main-Taunus-Kreis.

Kritik an Hattersheim

Und die sieht der Verband ansonsten kritisch. Die Hälfte der zwölf kreisangehörigen Kommunen hätten in diesem Jahr mindestens eine Steuer erhöht, moniert er. „Hattersheim steigerte gleich alle drei Realsteuerhebesätze.“ Die Mainstadt muss als eine von rund 100 „Rettungsschirmkommunen“ in Hessen allerdings auch strikte Auflagen der Landesregierung erfüllen.

Bei der Grundsteuer B liegt Hattersheim mit einer Hebesatzerhöhung um 150 Punkte auf 550 Prozent inzwischen an der Kreisspitze. Auch in Hofheim ist die Steuer, die auf Wohnimmobilien erhoben wird, deutlich angestiegen – um 90 Punkte auf 400 Prozent. Im Schnitt verlangen die Kommunen im Kreis 355 Prozent, das sind 28 Punkte mehr als 2013. Einsames Schlusslicht ist Eschborn mit 140 Prozent.

Niedrige Gewerbesteuer

Auch bei der Gewerbesteuer markiert Eschborn mit einem Hebesatz von 280 Prozent gemeinsam mit Bad Soden den niedrigsten Wert. Der Kreisdurchschnittswert beträgt 323 Prozent, im Vorjahr waren es noch 315. Angehoben haben die Gewerbesteuer Hattersheim, Hochheim und Hofheim.

Die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Flächen wurde ebenfalls von drei Kommunen angehoben. Die Bagatellsteuern bleiben weitgehend konstant. Nur Bad Soden hat die Hundesteuer auf nun 96 Euro pro Tier angehoben. twe

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