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„Ohne uns keine Mehrheit“

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Von: Andrea Rost

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Die CDU will stärkste Kraft im Parlament bleiben. Am heutigen Freitag wollen die Christdemokraten in den Wahlkampf starten, Hofheim und die Stadtteile mit „vielen Plakaten in Orange tauchen“.

Ohne die Christdemokraten soll auch nach der Kommunalwahl am 6. März in der Kreisstadt nichts laufen. „Wir wollen die Geschicke Hofheims weiter mitlenken“, sagten Fraktionschef Alexander Kurz und Parteivorsitzender Christian Vogt. Was die Zahlen betrifft, orientiere man sich am Ergebnis von 2011. Die CDU bekam damals 37,3 Prozent der Stimmen, verhandelte zunächst mit den Grünen, entschied sich dann aber für eine große Koalition mit der SPD. Die Zusammenarbeit mit den Genossen sei „ok“ sagten Kurz und Vogt. Eine Koalitionsaussage wollten beide aber nicht treffen, sondern kündigten an: Nach dem 6. März werde die CDU mit allen Fraktionen der neu gewählten Stadtverordnetenversammlung Gespräche über eine Zusammenarbeit führen – außer mit den Linken.

Am heutigen Freitag wollen die Christdemokraten in den Wahlkampf starten, Hofheim und die Stadtteile mit „vielen Plakaten in Orange tauchen“, an Info-Ständen werben und in Einzelgesprächen. Die Forsa-Umfrage zur Kommunalwahl, die die Frankfurter Neue Presse in Auftrag gegeben hatte, habe innerhalb der Partei „positive Unruhe“ erzeugt, sagte Christian Vogt. Die Umfrage prognostiziert den Christdemokraten in Hofheim Einbußen von über sieben Prozent, wohingegen die SPD mehr als drei Prozent zulegen soll. „Jetzt erst recht“ sei das Motto bei vielen Kommunalpolitikern. Weiter reagieren wolle man auf die Umfrage aber nicht.

An Jahr an Programm gefeilt

Das Wahlprogramm, an dem laut Kurz und Vogt bereits seit einem Jahr gefeilt wird, listet in zehn Punkten die ganze Palette lokalpolitischer Themenstellungen auf. „Hofheim im Herzen“ ist es überschrieben“. Der Slogan findet sich auch auf den Wahlplakaten der CDU und wird in den Stadtteilen zu „Langenhain im Herzen“ oder „Lorsbach im Herzen“ abgewandelt. Um eine Stärkung der städtischen Polizei und mehr Streifendienste geht es, um ein „schlaglochfreies Hofheim“ und eine zweite innerstädtische Querung, um das „Nadelöhr“ Rheingaubrücke zu entlasten. Die CDU plädiert für ein kreisweites Fahrradverleihsystem, für einen Masterplan für die Stadtentwicklung, will preiswerten Wohnraum für Jung und Alt schaffen und steht weiterhin hinter den Baugebieten Vorderheide II, Jungehag und Marxheim II. Neue Gewerbeflächen entlang der A 66 wollen die Christdemokraten ausweisen, ein Hotel in der Innenstadt auf dem Gelände der jetzigen Bücherei ansiedeln, die Hofheimer Stadtbücherei neu bauen und über eine Wiedereinführung des Wäldchestages nachdenken. Die Ortsbeiräte sollen erhalten bleiben, die Bürgerbeteiligung verstärkt werden.

Einige der Ideen, die das Zehn-Punkte Programm zur Kommunalwahl auflistet, seien als „langfristige Visionen“ zu verstehen, erläuterten Kurz und Vogt. Das gelte beispielsweise für die Forderung, Hofheim in Kooperation mit der Hochschule Rhein-Main als Hochschulstandort zu etablieren oder eine internationale Schule in der Kreisstadt anzusiedeln. Anderes könnte mittelfristig durchaus verwirklicht werden: Etwa WLAN an ausgesuchten öffentlichen Plätzen wie dem von Jugendlichen häufig frequentierten Kellereiplatz oder die Errichtung eines Abenteuerspielplatzes, die die CDU ebenfalls in ihrem Wahlprogramm vorschlägt.

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