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Offenes Ohr für die Menschen

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Von: Andrea Rost

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Keine drei Wochen mehr, dann ist Wahltag. Am 27. September entscheiden die Bad Sodener, wer für die nächsten sechs Jahre ihr Bürgermeister sein soll. Amtsinhaber Norbert Altenkamp will Chef im Rathaus bleiben. Von Andrea Rost

Keine drei Wochen mehr, dann ist Wahltag. Am 27. September entscheiden die Bad Sodener, wer für die nächsten sechs Jahre ihr Bürgermeister sein soll. Amtsinhaber Norbert Altenkamp, der die mit absoluter Mehrheit regierende CDU im Rücken hat, will Chef im Rathaus bleiben. Gestern hat er sein Wahlprogramm vorgestellt - "Nah bei den Menschen" lautet der Titel der Broschüre.

Um behutsame Stadtentwicklung geht es darin, um neue Plätze zur Kinderbetreuung und um die geplante Grundschule am Sinaigelände; um den Erhalt der Sodener Quellen, um Verkehr und Prävention und um das Hospiz am kleinen Hetzel, das Altenkamp nur gebaut haben möchte, wenn Menschen aller Religionen darin Aufnahme finden können.

Verwaltung neu aufstellen

Er wolle auch in Zukunft ohne hauptamtlichen Ersten Stadtrat in Bad Soden auskommen, sagt Norbert Altenkamp. Allein schon aus Kostengründen sei dies geboten. Nach dem Abschluss des Disziplinarverfahrens gegen Magistratsdirektor Georg Hense solle die Verwaltung neu geordnet werden. Frei werdende Positionen will Altenkamp intern besetzen und ansonsten "sehr gerne das Päckchen Arbeit schultern, mit dem ich als Bürgermeister meine 7-Tage-Woche gestalte."

Er sei stolz darauf, dass in Finanzfragen stets Konsens im Parlament herrsche, sagt Norbert Altenkamp. Um zwölf Millionen habe der städtische Schuldenberg abgetragen werden können. Alle Haushalte seien in seiner Amtszeit einstimmig verabschiedet worden. Altenkamp wertet dies als Beweis für einen gelungenen Kommunikationsstil. Den will er auch in Zukunft pflegen - mit den Parlamentariern aller Fraktionen ebenso wie mit den Bürgern. "Ein ewig offenes Haus" sei sein Büro im Rathaus, sagt er. Dass ihm seine beiden Herausforderer Harald Fischer, unterstützt von Grünen und SPD, und Thomas Braun, der Kandidat der freien Wähler, just mangelnde Bürgernähe vorwerfen, hält Altenkamp für "plumpe Wahlkampfrhetorik".

Die Empfehlung der Wählergemeinschaft Für unsers Stadt, keinesfalls Norbert Altenkamp zu wählen, will er nicht kommentieren.

Und auch die Querschüsse des Herausgebers der Bad Sodener Zeitung regen ihn nicht sonderlich auf. Erschüttert sei er allenfalls an der Stelle, wo versucht werde, mit Suggestion und Polemik öffentliche Meinung zu gestalten, sagt er. "Da tut´s mir ehrlich gesagt leid um das Blättchen."

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