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Nicht nur Suppe schöpfen

Eschborn Städtische Altenhilfe bereitet Stellenbörse für kompetente Ehrenamtliche vor

Von ANNETTE FRIAUF

Früher gingen katholische Rentner, die in ihrer gewonnenen Freizeit Gutes tun wollten, automatisch zur Caritas. Heute suchen viele Senioren gezielter nach einer freiwilligen Tätigkeit, weiß Altenhilfeplanerin Susanne Däbritz: "Sie möchten entweder ihre Fähigkeiten aus dem Arbeitsleben einbringen oder aber endlich mal etwas ganz Anderes tun." Öfters wird die städtische Bedienstete von älteren Bürgern nach "Jobs" gefragt. Antworten will die erste Eschborner Aktivitätsbörse am 13. September geben.

Potenzial für bürgerschaftliches Engagement erkennt Däbritz in Eschborn nicht nur bei denen, die Zeit übrig haben. Auch Vereine, Verbände und Institutionen suchen Dienstleister, die sie nicht mit Geld entlohnen müssen. Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) etwa benötigt für seinen stationären Mittagstisch "Personal".

Momentan geben hauptamtliche Mitarbeiter freitags die Mahlzeiten in einem Pavillon am Spessartweg aus. "Diese Kollegen müssen zugleich Essen ausfahren, und wir wollen das Angebot auch zu einem vernünftigen Preis halten", erklärt Christian Folisi, Bereichsleiter für den Soziale Dienst im Main-Taunus-Kreis. Zudem sei ein zweiter Mittagstisch in Niederhöchstadt geplant.

Suppe schöpfen - damit ist es nicht getan. Der ASB will mit dieser Variante von "Essen auf Rädern" einen geselligen Rahmen bieten. Gefragt sind Helferinnen und Helfer, die gut organisieren können, verlässlich sind und Spaß am Umgang mit Menschen haben. "Und vielleicht auch ein paar Blumen für die Vase im eigenen Garten pflücken", ergänzt Däbritz. Wer kompetente freiwillige Arbeitskräfte sucht, sollte die Anforderungen in ein Stellenprofil packen. Die Altenhilfeplanerin ruft dazu auf, auch über "Lohn" Auskunft zu geben. Die Anbieter sollten sich überlegen, was sie den Ehrenamtlern bieten können. Anerkennung erfahre, wer etwa an Fortbildungen oder Arbeitsbesprechungen teilnehmen darf.

"Mich hat noch keiner gefragt"

Däbritz' Erfahrung nach gibt es in der Altersgruppe der über 55-Jährigen, die über viel Zeit verfügen, drei Kategorien: "Die bereits ehrenamtlich Tätigen. Dann solche, die in Ruhe gelassen werden möchten. Und jene, die sagen: Mich hat noch keiner gefragt." Diese dritte Zielgruppe solle die Chance haben, sich auf der Aktivitätsbörse nach einem "Job" umzuschauen. Etwa 15 Anbieter haben sich bereits angemeldet: Kirchengemeinden, Kindertagesstätten, Weißer Ring, Eltern von Bewohnern der Behinderteneinrichtung Villa Luce und die Wohlfahrtsverbände. Weitere Standplätze sind frei.

Im Rahmenprogramm gibt es Sportvorführungen und eine Podiumsdiskussion. Außerdem eine Modenschau von Seniorinnen für Seniorinnen. Gezeigt werden Second-Hand-Modelle aus der Kleiderkammer des Vereins "Bürger helfen Bürgern". Auch damit wollen die Veranstalter sozusagen alte Klamotten von Klischees entstauben.

Aktivitätsbörse am Samstag,

13. September, 10 bis 16 Uhr, im Bürgerzentrum Niederhöchstadt.

Informationen: Susanne Däbritz, 0 61 96 / 49 03 20,

senioren@eschborn.de

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