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Wie konnte das passieren? Nachbarn diskutieren, Experten rätseln.
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Wie konnte das passieren? Nachbarn diskutieren, Experten rätseln.

Explosion in Hattersheim

Nicht mal die Kripo darf ins Haus

Die Nachbarn sind geschockt - und rätseln ebenso wie die Experten, wieso das Reihenhaus in der Hattersheimer Vogelweidestraße plötzlich explodieren konnte. Von Andrea Rost und Claudia Horkheimer

Von Andrea Rost und Claudia Horkheimer

Einen Tag nach der gewaltigen Explosion in einem Hattersheimer Reihenhaus ist die Lage vor Ort praktisch unverändert. Das Technische Hilfswerk hat den halben Tag damit verbracht, das einsturzgefährdete Gebäude neben der explodierten Vogelweidestraße Nummer 7 provisorisch abzustützen, damit die Bewohner ihr Eigentum herausholen können. Denn während das Haus Vogelweidestraße Nummer 3 gestern Nachmittag bereits wieder bezogen werden konnte, bleiben die Hausnummer 5 und das Explosionshaus Nummer 7 fürs Erste aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Ursache weiterhin unklar

Die Ursache der Explosion, bei der Vorder- und Rückseite des dreistöckigen Hauses komplett zerlegt wurden, ist weiterhin unklar. "Es wird noch Tage dauern, bis die Untersuchungen abgeschlossen sein werden", sagte der Direktor der Polizeidirektion Main-Taunus, Jürgen Moog, der FR. Zunächst müssten Fundamente zur Abstützung gegossen werden. Vorher dürfe nicht einmal die Kripo die Brandruine betreten. "Da muss Anfang kommender Woche erst ein Zimmerer ran, damit das Haus nicht mehr einsturzgefährdet ist", sagt Stadtbrandinspektor David Tisold der FR. Erst danach können die Beamten der Spurensicherung nach der Explosionsursache forschen. Zwar kursierten Gerüchte über eine leckgeschlagene Gasleitung als Ursache des Unglücks in dem Sozialbau von 1951, doch Polizeidirektor Moog dementiert: "Hierfür gibt es bisher keinerlei Hinweise."

Bis 9 Uhr morgens waren die Feuerwehrleute an der Explosionsstelle gestern im Einsatz. Während der Nacht zum Freitag hätten immer wieder auflodernde Glutnester die Brandwache auf Trab gehalten, sagte Stadtbrandinspektor Tisold. Das Löschen gestaltete sich dabei ausgesprochen schwierig: Weil das einsturzgefährdete Reihenhaus aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden durfte, konnte nur von außen mit Wasser und Schaum gelöscht werden.

Laut Bürgermeister Hans Franssen (SPD) sind die meisten der 20 Menschen, die in den drei Reihenhäusern wohnen, bei ihren Familien untergekommen, die ebenfalls in der Siedlung leben. Zwei Bewohner werden von der Hattersheimer Wohnungsbaugesellschaft weiterhin in einem Hotel untergebracht. Der 45 Jahre alte Mann, der bei der Explosion schwer verletzt wurde, werde in einer Spezialklinik in Offenbach versorgt.

Ob die Häuser in Zukunft weiter bewohnbar sein werden oder am Ende die ganze Reihe abgerissen wird, steht noch nicht fest. Das müssten Statiker und Hawobau klären, sagt Bürgermeister Franssen.

Die Anwohner sind indes schockiert. "Da wird es einem schon anders", sagte ein Nachbar von schräg gegenüber. Vor allem bei dem Gedanken an ein mögliches Gasleck als Ursache wird es dem einen oder anderen Schaulustigen mulmig.

Die mit einem gewaltigen Knall verbundene Explosion hatte auch die Scheiben der Drogenberatungsstelle "Saftladen" gegenüber sowie die Scheiben eines Autos zertrümmert.

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