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Nicht alle Ideen umgesetzt

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Hattersheim Auf dem Nestlé-Gelände entstehen rund 350 Wohneinheiten und ein Museum

Einige gute Ideen für die Bebauung des Geländes der ehemaligen Hattersheimer Sarotti-Schokoladenfabrik hätten sich letztendlich nicht umsetzen lassen, bedauert Alfred Schubert. Der frühere Bürgermeister von Hattersheim, berät die Nestlé AG bei der Entwicklung des Geländes, mit der 1998 begonnen wurde. Bis 1994 wurde im zu Nestlé gehörenden Sarotti-Werk Schokolade produziert, jetzt sollen zunächst auf einer Fläche von 45 Hektar Häuser und Wohnungen gebaut werden.

„Gerne hätten wir auf dem Areal noch ein Ärztehaus, eine Senioreneinrichtung oder eine Kindertagesstätte gehabt“, sagte Schubert bei der Vorstellung der Pläne am Dienstag. Nun wird es bei der Wohnbebauung bleiben. Fünf Investoren haben Grundstücke erworben und wollen dort frei stehende Häuser, Reihenhäuser, Doppelhäuser und Wohnungen errichten. In einem ersten Bauabschnitt entstehen 206 Wohneinheiten, in einem zweiten Abschnitt folgen 150 weitere Einheiten.

Auch wenn ursprünglich daran gedacht gewesen wäre, das gesamte Gelände an einen einzigen Investor zu verkaufen, sei die jetzt gefundene Lösung nicht schlechter, meinte Schubert. „Die unterschiedlichen Konzepte der verschiedenen Bauträger ergänzen sich gut. Wer städtebauliche Qualität will, muss architektonische Vielfalt zulassen.“ Etwa 20 Grundstücke sollen außerdem unbebaut an private Bauherren verkauft werden, und zwar vorrangig an Hattersheimer Familien.

Mitte März hatte die Stadtverordnetenversammlung mit einem entsprechenden Beschluss den Weg für die Bebauung des Nestlé-Geländes frei gemacht. Im Zusammenhang mit der Erschließung des Neubaugebiets werden am Hessendamm Rad- und Gehwege gebaut, außerdem werden Abbiegespuren eingerichtet.

An der Kreuzung des Hessendamms mit dem Südring und der Voltastraße wird die Ampelanlage durch einen Kreisel ersetzt, der laut Bürgermeisterin Antje Köster nicht nur für einen besseren Verkehrsfluss sorgen, sondern auch als „Entrée für das neue Quartier“ dienen soll. Die Straßenumbaumaßnahmen sollen insgesamt rund 825000 Euro kosten und voraussichtlich Mitte 2012 abgeschlossen sein.

In einem der ehemaligen Fabrikgebäude wird mitten im Neubaugebiet ein Museum eingerichtet. Gezeigt werden darin unter anderem archäologische Funde, die aus dem Untergrund des Geländes geborgen wurden. (jöh.)

Die fünf Bauträger werden ihre Projekte am Freitag, 30. September, von 12 bis 16 Uhr, und am Samstag, 1. Oktober, von 11 bis 15 Uhr in der alten Feldscheune präsentieren. Die Scheune ist über die Wasserwerkschaussee zu erreichen. Parkplätze stehen auf dem Gelände von Bayer Crop Science, Hessendamm 1-3, zur Verfügung.

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