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Wird von Vereinen genutzt: Das alte Feuerwehrhaus.
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Wird von Vereinen genutzt: Das alte Feuerwehrhaus.

Hofheim

Neues Heim fürs Stadtarchiv

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
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Das altes Feuerwehrhaus in Diedenbergen soll saniert werden. In den Räumen soll das Stadtarchiv untergebracht werden. Platz benötigt wird dann für jene Vereine, die bisher in dem Feuerwehrhaus ihre Sachen lagern.

Ein Prestigeobjekt war das Feuerwehrhaus für Diedenbergen, als es 1953 gebaut wurde. Doch die besten Zeiten hat das Gebäude in der Ortsmitte lange hinter sich. Von Abriss war schon vor zehn Jahren die Rede, als die Feuerwehr in den Wickerer Weg zog. Jetzt gibt es eine neue Idee: Das Haus soll saniert und dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt werden. Die Pläne wurden im Sozial-und Kulturausschuss sowie im Ortsbeirat vorgestellt.

Der Ortsvorsteher von Diedenbergen, Klaus Ernst (SPD), ist hin- und hergerissen. Auf der einen Seite gefällt es ihm, dass das Gebäude endlich wieder hergerichtet würde. Und dass Diedenbergen dadurch, dass es Sitz einer städtischen Einrichtung wird, auch aufgewertet würde. Doch wo sollen die Vereine dann ihre Utensilien lagern? Immerhin stehen ein historischer Krankenwagen des Roten Kreuzes, eine alte Spritze der Feuerwehr und viele Stände, Absperrungen und Kabel, die für die Kerb benötigt werden, noch in dem alten Feuerwehrhaus. Einmal im Jahr veranstaltet der Kulturverein dort seinen Bücherflohmarkt, Und Gesangs- sowie Heimat- und Geschichtsverein lagern ihre Noten und Akten im Anbau.

Für das Stadtarchiv ist, wie die Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste, Heide Fink, erklärt, nur das Erdgeschoss vorgesehen. Im ersten Stock gibt es drei Wohnungen, die vermietet sind und auch bestehen bleiben sollen. Beim Umbau noch eine Etage draufzusetzen, ist unmöglich, da der alte Ortskern vom Landesdenkmalamt unter Ensembleschutz gestellt wurde.

Bau einer Halle?

Deswegen sucht die Stadt nun nach einer anderen Lösung für die Vereine. Im Gespräch ist der Parkplatz an der Rennbahn des Motor-Sport-Clubs (MSC). Das Grundstück ist in städtischer Hand. Dort könnte eine Halle errichtet werden, in dem die Vereine ihre Materialien lagern könnten. Der Verein Historische Landmaschinen, der einmal im Jahr an der Speedwaybahn Oldtimer aus der Landwirtschaft zu einem Treffen versammelt, ist laut Fink begeistert von der Idee. In Gesprächen mit allen Vereinen soll nun geklärt werden, wie das Projekt finanziert werden kann.

Für den Umbau des alten Feuerwehrhauses hat die Stadt schon eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen. Wie viel Geld gebraucht wird, steht noch nicht fest. Klar ist, dass dem Stadtarchiv, das derzeit nur 66 laufende Regalmeter in der Elisabethenstraße unterbringt, im neuen Domizil 102 laufende Meter zur Verfügung stünden. Außerdem wäre Platz für ein Zeitungsarchiv, einen Besucher- und Sortierraum sowie eine Präsenzbibliothek. Wächst das Archiv weiter, könnten auch im Keller des alten Feuerwehrhauses Dokumente gelagert werden.

Die beiden anderen möglichen Archiv-Standorte, die Güterhalle am Bahnhof oder die Scheune im Hof Ehry, hat die Stadtverwaltung inzwischen verworfen. Der Güterbahnhof steht ebenfalls unter Denkmalschutz und müsste mit einem Anbau erweitert werden. Der Hof Ehry soll als Ensemble erhalten bleiben und nicht verschiedene Einrichtungen beherbergen. Die Suche nach einem neuen Standort fürs Archiv war notwendig geworden, weil die Stadt ihre Pläne für einen Neubau auf dem Kellereiplatz aus finanziellen Gründen abspecken musste. Platz ist dort nur noch für die Bücherei.

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