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Neuer Anlauf für Pflegeheim

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Die Stadt Eschborn will mit dem Sozialzentrum für Familien-, Kranken- und Altenpflege über Seniorenwohnungen verhandeln.

Von Claudia Horkheimer

Mit der Schaffung von Pflegeplätzen für Senioren tut sich die Stadt Eschborn schon seit vielen Jahren schwer. Erst mangelte es an Grundstücken, dann an Betreibern und Investoren. Sämtliche Ausschreibungen für die auf dem Gelände der Hofreite in Niederhöchstadt geplanten Seniorenimmobilie blieben ergebnislos.

Die am jetzigen Standort der Feuerwehr angedachte Senioreneinrichtung soll geprüft werden. Allerdings kann es damit erst etwas werden, wenn die Wehr in das noch zu bauende Notfallzentrum umgezogen ist.

In der letzten Stadtverordnetenversammlung vor der Kommunalwahl wurde das Thema noch einmal hitzig diskutiert. Anlass gab eine Vorlage der CDU, die gemeinsam mit der FDP beschlossen wurde. Danach wird der Magistrat aufgefordert, Verhandlungen zur möglichen Realisierung einer Seniorenimmobilie auf dem Gelände des Bromhofes in der Hauptstraße 3 zu führen.

Streit im Stadtparlament

Dort will das Sozialzentrum für Familien-, Kranken- und Altenpflege Service-Wohnungen und zwei Pflege-Wohngemeinschaften mit je zwölf Plätzen errichten. Die Stadt soll als Partner gewonnen werden.

Thomas Mattes (Linke) geißelte den Antrag als „Hokus-Pokus-Armutszeugnis“ und forderte, die Stadt solle endlich Geld in die Hand nehmen, um eine Pflegeeinrichtung bauen und danach einen Betreiber suchen. In der Vorlage stehe nichts zur Art der Partnerschaft mit dem Sozialzentrum.

Die Grünen monierten, dass man sich seit zehn Jahren mit dem Thema beschäftige und nichts dabei herauskomme. Und Horst Fuhrländer (SPD) zeigte sich erstaunt, dass der Bürgermeister um eine Arbeitserlaubnis bitte. Zu verhandeln sei schließlich seine Aufgabe. „Ich will wissen, ob ich in diese Richtung verhandeln darf“, sagte Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU), der sich strikt gegen den Bau eines „Riesenbettenbunkers“ mit 120 Plätzen oder mehr wehrt. Zudem sei das Projekt Bromhof keine Alternative zu den geplanten Einrichtungen in Niederhöchstadt und Eschborn.

Die Krux: Je kleiner die Einrichtung, desto schwieriger ist es einen Betreiber zu finden. Bislang hält die Stadt 155 barrierefreie Servicewohnungen bereit. Der Bau 40 weiterer, verteilt auf drei Gebäude, ist in den nächsten Jahren geplant. Nur acht Eschborner mussten laut Speckhardt 2010 in ein Pflegeheim ausweichen.

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