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Fit im neuen Jahr

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Auch bei Eis und Schnee möglich - Joggen.
Auch bei Eis und Schnee möglich - Joggen. © ddp

Wer etwas für seinen Körper tun will, hat im Main-Taunus-Kreis die Qual der Wahl. Die Palette an Sportangeboten reicht von Baseball über Boxen bis zum Wandern. Von Mirjam Ulrich

Von MIRJAM ULRICH

Gute Vorsätze für das neue Jahr gehören für viele Menschen zu Silvester wie das Feuerwerk um Mitternacht. Häufig lautet eines der Vorhaben, mehr Sport zu treiben. Möglichkeiten dazu bieten sich im Main-Taunus-Kreis genügend, die Frankfurter Rundschau stellt eine Auswahl vor.

"Fit in den Tag" starten die Teilnehmer der gleichnamigen Aqua Fitness-, Fitness- und Nordic-Walking-Kurse, die Helmut Giese morgens in Hofheim und Kriftel anbietet. Für Berufstätige gibt es außerdem einige Abendtermine.

In der Gruppe falle die Motivation leichter, sagt Giese. "Wenn man alleine Sport macht, findet man immer schnell eine Ausrede." Die Kurse eignen sich für Anfänger, Wiedereinsteiger und Könner und werden zudem zu 80 Prozent von den Krankenkassen bezuschusst. Das wirke ebenfalls motivierend, hat der Trainingsleiter festgestellt, denn wer mehrere Termine versäume, bekomme das Geld von der Kasse nicht erstattet.

"Regelmäßiges Training fördert das Immunsystem und ersetzt manches Medikament", sagt Giese. Einer seiner Kurse richtet sich daher an Teilnehmer, deren Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, sei es durch längere Sportabstinenz, Übergewicht, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Schlaganfall oder Depressionen. Auch beim TV Lorsbach steht Herz- und Rehasport auf dem Programm.

Anfänger mit 65 Jahren

Eine gewisse Grundfitness sollte hingegen mitbringen, wer im Turn- und Rasensportverein Niederhöchstadt mitboxen will. Prinzipiell sei der Sport aber für jeden geeignet, sagt Boxtrainer Hans Hornung. "Die Kraft und Kondition kommen mit dem Training." So sei der älteste Boxanfänger 65 Jahre alt gewesen. Für Frauen eigne sich dieser Kampfsport ebenfalls: "Sie setzen die Technik und die Bewegungsabläufe sogar schneller um", hat Hornung beobachtet. Zudem erweise sich Boxen als gut für das weibliche Selbstbewusstsein. Derzeit trainieren im Verein sechs junge Frauen, zwei davon nehmen an Wettkämpfen teil.

Auf den ersten Blick wirkt Pilates weniger hart, doch ist das Training genau wie Yoga und Rückengymnastik sehr effektiv. In Niederhöchstadt beginnen die nächsten Kurse am 12. Januar. Wer Sport und Geselligkeit verbinden will, mag es vielleicht mit Kegeln versuchen. "Kegeln ist leicht zu erlernen", sagt Abteilungsleiterin Hanni Schnee, bei Bedarf gebe es auch Einzeltrainingsstunden. Das Alter der Sportler, die auf den Kegelbahnen der Hofheimer Stadthalle spielen, reicht von 17 bis 88 Jahre. Drei Mannschaften fahren regelmäßig zu Turnieren.

Synchron schwimmen

Wasserratten wiederum finden beim Ersten Sodener Schwimmclub mehr als 30 Gruppen, von Anfängern bis zu Leistungssportlern. Seit mehr als 45 Jahren gehört auch eine Abteilung für Synchronschwimmen zum Verein, der diese Sportart als einer der ersten in Deutschland in sein Programmangebot aufgenommen hat.

Noch nicht so lang existieren die Happy Community Dancers, die sich vor zwölf Jahren gründeten, um amerikanische Volkstänze aus dem 19. Jahrhundert zu erlernen. Die Tänzerinnen und Tänzer sind zwischen 40 und 82 Jahre alt, Frauen stellen die Mehrheit.

Aus Senioren besteht die Gruppe der Hattersheimer Tourenradler. Um sich auch im Winter an der frischen Luft zu bewegen, trifft sich die Gruppe zweimal monatlich zum gemeinsamen Walken. Die Wandergruppe des Turnvereins Okriftel lässt sich ebenso wenig von den kühleren Temperaturen abhalten und bricht auch im Winter auf. Walkingtouren und Winterläufe führen am 18. Januar durch das Lorsbachtal und am 24. Januar rund um Hattersheim - mitmachen kann jeder.

Unter freiem Himmel spielen von Ostern bis Herbst die Baseball-Spieler der Main-Taunus Redwings, im Winter trainieren sie in der Halle. 170 Mitglieder zählt der 1994 gegründete Verein, in dem schon Vierjährige, aber auch 50-Jährige mitspielen. "Man kann mit Erfahrung, Gelassenheit und Ruhe ein guter Spieler sein", sagt Trainer Frank Setzer. "Man muss nur werfen, schlagen und fangen können." Die Regeln seien auch nicht besonders kompliziert. Derzeit bauen sich die Frauen und Männer ein eigenes Baseballfeld am Sportpark Heide, das noch in diesem Jahr fertig werden soll.

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