Hofheim

Neue Zäune für die Frischlinge

Das Wildpark-Gehege wird saniert. Die Zäune werden erneuert und die Wege instandgesetzt. Darüber hinaus werden die Wildpark-Retter am nächsten Wochenende 50 Jungbäume im Damwild-Areal pflanzen.

Rund um das Tiergehege am Kapellenberg werden in diesen Tagen Zäune erneuert und Wege instandgesetzt. Für die Arbeiten hat die Stadt laut dem Vorsitzenden des Tierpark-Fördervereins „Wildpark-Retter“, Marc Djakeli, rund 10 000 Euro eingeplant. Der Förderverein beteiligt sich mit zehn Prozent an den Kosten.

Neue Schotterfundamente sollen sicherstellen, dass die dort lebenden Wildschweine sich nicht mehr durch den Zaun wühlen können. Vor allem Frischlinge hatten sich dabei immer wieder verletzt. Außerdem wird der komplette Weg unterhalb des Geheges saniert. Besonders nach starkem Regen war er zuletzt sehr aufgeweicht und matschig gewesen – und damit nur noch schwer passierbar.

„Wir freuen uns über die wieder gute Zusammenarbeit zwischen unserem Verein, der Stadt und dem zuständigen Förster“, sagt Marc Djakeli. Die Investition von 10 000 Euro sei ein weiterer Beweis dafür, dass die Stadt langfristig zu dem Tiergehege stehe und es erhalten wolle. Außerdem werde die Anlage durch die Renovierungsarbeiten als Ausflugsziel für die Hofheimer und andere Besucher noch attraktiver. Die Bürger bittet Djakeli um weiteres Engagement. Demnächst stehe die nächste Rate des Fördervereins für den jährlichen Unterhalt des Geheges in Höhe von wiederum bis zu 10 000 Euro an. Djakeli stellt fest: „Wir brauchen jeden Euro.“

Jungbäume für Damwild

Darüber hinaus werden die Wildpark-Retter am nächsten Wochenende 50 Jungbäume im Damwild-Areal pflanzen. Entsprechende Flächen in der Nähe des Zauns hat Förster Sebastian Weller mit seinem Team schon umhegt, um die Bäume in der ersten Zeit vor Wildfraß zu schützen. Sobald die Tannen und Fichten größer sind, sollen sie dem scheuen Damwild dann als Sichtschutz dienen. Dadurch werden die Tiere für Spaziergänger besser zu beobachten sein. Seit Februar haben Mitglieder des Fördervereins außerdem gemeinsam mit dem Jagdklub Main-Taunus den Fütterdienst an den Wochenenden übernommen. Die ehrenamtliche Arbeit soll die Unterhaltskosten für das zwei Hektar große Areal senken, das im Eigentum der Stadt ist. Betrieben wird es in deren Auftrag vom landeseigenen Betrieb Hessen-Forst.

Der gemeinnützige Verein Wildpark-Retter hat sich im vergangenen Jahr gegründet. Sein Ziel ist der langfristige Erhalt der zwei Hektar großen Anlage mit Damwild und Wildschweinen. Die Stadt hatte die Kosten von 25 000 Euro im Jahr nicht länger tragen wollen.

Wer spenden oder sich über die Arbeit des Wildpark-Fördervereins informieren will, findet die Homepage im Internet unter www.wildparkretter.de. Kontakt unter der Telefonnummer 06192/703 46 47. (FR)

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