Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Qual der Wahl: In einigen Kommunen treten zusätzliche Parteien an.
+
Qual der Wahl: In einigen Kommunen treten zusätzliche Parteien an.

Main-Taunus

Neue wollen Politik aufmischen

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
    schließen
  • Torsten Weigelt
    Torsten Weigelt
    schließen

In einigen Kommunen sind beim Urnengang in knapp zwei Monaten neue Listen am Start, die den traditionellen Politikbetrieb aufmischen möchten. Die FR gibt einen Überblick.

Parteien und Wählergruppen im Main-Taunus-Kreis haben sorgfältig gearbeitet. Alle Wahlvorschläge, die für die Kommunalwahl am 6. März 2016 eingereicht wurden, sind gültig, war gestern aus den Rathäusern zu erfahren. In einigen Kommunen sind beim Urnengang in knapp zwei Monaten neue Listen am Start, die den traditionellen Politikbetrieb aufmischen möchten.

In Hofheim ist das die Wählergemeinschaft Wallau (WGW). Elf Bürger haben sie im August 2013 gegründet. Vorsitzender ist Mario Kleber, der auch als Spitzenkandidat der 16 Bewerber umfassenden Liste der WGW für die Stadtverordnetenversammlung ins Rennen geht. Die Gruppe zählt mittlerweile 30 Mitglieder. Als Ziel bezeichnet sie auf ihrer Homepage die „Selbstbestimmung für Wallau“. In letzter Konsequenz würde das die Wiederherstellung der selbständigen Gemeinde Wallau am Taunus bedeuten. Seit der Eingemeindung vor 40 Jahren habe Hofheim viel zu wenig für den Stadtteil Wallau getan, begründet die WGW ihre Ambitionen. Insgesamt treten in der Kreisstadt Hofheim, die zurzeit von einer schwarz-roten Koalition regiert wird, mit CDU, SPD, Grünen, Linken, FDP, FWG, Bürgern für Hofheim und WGW acht Listen zur Wahl an.

In Eschborn treten die sieben Parteien und Wählergemeinschaften, die bereits jetzt im Stadtparlament vertreten sind, allesamt wieder an: CDU, SPD, Grüne, FWE, FDP, Linke und „Bürgerliche“. Hinzu kommt die neue Gruppe „Klartext“ um den ehemaligen FDP- und FWE-Politiker Michael Bauer.

In Bad Soden gibt es mit der Alternative für Deutschland (AfD) ebenfalls einen Neuling bei der Kommunalwahl 2016. Die ehemalige Kurstadt ist die einzige Kommune im Main-Taunus-Kreis, in der die AfD zur Wahl am 6. März antritt – mit Jonas Pradt als Spitzenkandidat. Ob die Bad Sodener Bürger (BSB) rund um Heiner Kappel, die 2011 mehr als 20 Prozent bekamen, dadurch Wählerstimmen verlieren oder der Auftritt der rechtsgerichteten Gruppierung eher die CDU Stimmen kosten wird, bleibt abzuwarten. Die Christdemokraten hoffen jedenfalls, ihre Spitzenposition auszubauen. Zurzeit regieren sie in Bad Soden zusammen mit dem Koalitionspartner SPD. Auf der Oppositionsbank sitzen BSB, Grüne und FDP.

In Hattersheim hatte die Wählergemeinschaft Pro Hattersheim (WPH) bereits im August 2015 ihre Kandidatur zur Kommunalwahl angekündigt. Nun hat die Gruppe rund um Jürgen Hofmann tatsächlich einen Wahlvorschlag eingereicht. Hofmann ist auch Spitzenkandidat der nach eigenen Angaben „kritischen Plattform“. Insgesamt geht die Wählergemeinschaft mit fünf Bewerbern ins Rennen. Außerdem kandidieren in Hattersheim die beiden Koalitionäre SPD und Grüne sowie CDU, FWG und FDP.

In Schwalbach können die Wähler weiterhin bei fünf verschiedenen Parteien und Wählergemeinschaften ihr Kreuz machen. Allerdings hat die Unabhängige Liste (UL) sich aufgelöst, dafür kandidiert die neu gegründete Gruppierung „Die Eulen“. Hinzu kommen wie gehabt CDU, SPD, Grüne und FDP.

In Kelkheim treten die Freien Wähler (FWG) wieder an, nachdem sie eine Legislaturperiode pausiert hatten. Bislang ist ihre Programmatik noch unklar. Machtpolitisch könnten sie allerdings nach dem 6. März das Zünglein an der Waage spielen. Ansonsten bleibt auch hier alles beim Alten: Es kandidieren CDU, UKW, SPD und FDP.

Im Main-Taunus-Kreis können sich die Wählerinnen und Wähler am 6. März zwischen sieben verschiedenen Listen entscheiden. Auch zur Kreistagswahl tritt die AfD erstmals an und geht mit 33 Kandidaten ins Rennen. Die Bewerberliste führt Hendrik Lehr aus Sulzbach an. Vom Namen her neu sind auch die Main-Taunus-Bürger (MTB). Der Kandidat, der als einziger auf der Liste steht, ist allerdings ein alter Bekannter: Heiner Kappel hat seine Gruppierung Die Freien Bürger (dfb) umbenannt. Dass keine weiteren Bewerber auf der MTB-Liste stehen, begründet er damit, den Kreistag verkleinern zu wollen. Bekäme seine Liste mehr Stimmen als für ein Mandat nötig sind, würden die übrigen Abgeordnetensitze leer bleiben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare