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Christiane Augsburger (SPD) ist noch bis Juni Rathauschefin in Schwalbach. 

Eschborn

Neue Rathauschefs im Main-Taunus

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In Schwalbach, Hochheim und Liederbach sind 2020 Bürgermeisterwahlen. In Eschborn steht der Wechsel an der Verwaltungsspitze unmittelbar bevor.Main-Taunus In Schwalbach, Hochheim und Liederbach stehen 2020 Wahlen an. In Eschborn steht der Wechsel an der Verwaltungsspitze unmittelbar bevor.

Knapp fünf Wochen ist Bürgermeister Mathias Geiger (FDP) in Eschbornnoch im Amt, dann muss der 62-Jährige den Chefsessel im Rathaus räumen und seinem Nachfolger Adnan Shaikh von der CDU Platz machen. Der 46-jährige Gesamtschulleiter hat die Bürgermeisterwahl im Oktober mit knappem Vorsprung gewonnen. In der Parlamentssitzung am 6. Februar wird er in sein neues Amt eingeführt. Tags drauf, am 7. Februar, gibt es eine Abschiedsfeier für Mathias Geiger. Der Neujahrsempfang am kommenden Freitag, 17. Januar, wird Geigers letzter öffentlicher Auftritt in größerem Rahmen sein. Seine Amtszeit endet offiziell am 15. Februar. Zeitgleich mit dem Verwaltungschef hört auch Eschborns Erster Stadtrat, Thomas Ebert, auf. Der Grünen-Politiker geht nach sechsjähriger Amtszeit in den Ruhestand. Ob und wann ein Nachfolger für ihn kommt, ist unklar. Die Stelle eines Ersten Stadtrats für Eschborn ist bislang nicht ausgeschrieben. Und die Kommunalpolitiker der 21 000-Einwohner-Stadt hüllen sich zu diesem Thema beharrlich in Schweigen. Sowohl SPD als auch Grünen werden Ambitionen nachgesagt, die zweite hauptamtliche Stelle im Rathaus für sich zu reklamieren. Beide Parteien haben den CDU-Kandidaten Adnan Shaikh im Wahlkampf unterstützt, um die „skandalträchtige“ Ära Geigers zu beenden. Manch einer in Eschborn munkelt sogar, es könnten zwei hauptamtliche Stadtratsposten geschaffen werden. Womöglich wird die Entscheidung aber auch verschoben auf die Zeit nach den Kommunalwahlen 2021, wenn neue Bündnispartner sich zusammengefunden haben. Aktuell wird in der Eschborner Stadtverordnetenversammlung mit wechselnden Mehrheiten regiert.

Adnan Shaikh (CDU) tritt Mitte Februar sein Amt als Bürgermeister in Eschborn an. 

Schwalbach. Einen Wechsel an der Rathausspitze wird es im Laufe dieses Jahres auch in Schwalbach geben. Amtsinhaberin Christiane Augsburger kandidiert nicht für eine dritte Amtszeit. Ihre Entscheidung hat die 59-Jährige bereits vor einem Dreivierteljahr bekanntgegeben. Womöglich scheidet mit Augsburger auch die letzte sozialdemokratische Bürgermeisterin im Main-Taunus-Kreis aus dem Amt. Nach herben Wahlniederlagen der Sozialdemokraten war sie mittlerweile die einzige Rathauschefin aus den Reihen der SPD im Landkreis. In Sulzbach, Hattersheim und Flörsheim wurden die Amtsinhaber abgewählt. In Hofheim verzichtete Gisela Stang auf eine weitere Amtszeit. Die Gewinner bei den Bürgermeisterwahlen der vergangenen Jahre im Landkreis waren fast immer die CDU-Kandidaten. Zuletzt sorgten Bernd Blisch und Christian Vogt für einen Machtwechsel in den Rathäusern von Flörsheim und Hofheim.

Die Bürgermeisterwahl in Schwalbach ist am 1. März, eine eventuelle Stichwahl am 15. März. Vier Kandidaten treten an. Der erste, der seinen Hut in den Ring geworfen hatte, war der Sozialdemokrat Alexander Immisch, 46 Jahre alt und von Beruf Betriebswirt. Für die CDU, die im Schwalbacher Parlament auf der Oppositionsbank sitzt, geht der Polizist Dennis Seeger (38) ins Rennen. Die Umwelttechnikerin Katja Lindenau (52) ist die Kandidatin der Grünen. Unabhängiger Bewerber ist Marcus Gipp. Der 50-Jährige arbeitet als Diplomverwaltungswirt. Im traditionell konservativ geprägten Main-Taunus-Kreis gilt Schwalbach seit jeher als SPD-Hochburg. Die Vorsitzende der Hessen-SPD, Nancy Faeser, ist dort zu Hause und politisch aktiv.

Hochheim. Am 7. Juni ist Bürgermeisterwahl in Hochheim. Einziger Bewerber ist bislang Amtsinhaber Dirk Westedt. Der Liberale war bei der Wahl 2014 als Unabhängiger angetreten und hatte in der Stichwahl gegen den Grünen-Bewerber Gerrit Hohmann gewonnen. In diesem Jahr will Westedt erneut als unabhängiger Kandidat antreten. Die FDP hat ihm aber bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Liederbach. Zwei Mal hat Eva Söllner bereits einen Solowahlkampf in Liederbach absolviert. 2008 trat sie zum ersten Mal bei der Bürgermeisterwahl an – ohne Gegenkandidaten. Sechs Jahre später war die CDU-Amtsinhaberin erneut die einzige Bewerberin um das Amt der Rathauschefin in der 9000-Einwohner-Gemeinde. Nun will sie für eine dritte Amtszeit kandidieren und hat den Rückhalt ihrer Partei. Mit großer Mehrheit wurde sie von den CDU-Mitgliedern als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl nominiert. Gewählt wird in diesem Jahr. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Unklar ist auch, ob die 59-Jährige dieses Mal Mitbewerber haben wird.

Kelkheim. Die nächste Bürgermeisterwahl in Kelkheim ist zwar erst im Jahr 2021, die CDU hat mit ihrem Fraktionschef Dirk Hofmann (48) aber bereits einen Kandidaten auf den Schild gehoben. Die Wahlschlappe von 2015 steckt den Christdemokraten offenbar noch in den Knochen. Damals hatte Grünen-Politiker Albrecht Kündiger (UKW) unerwartet gegen die christdemokratische Kandidatin Sabine Bergold gewonnen. Auf Nachfrage der FR teilte Kündiger mit, er werde auf jeden Fall für eine zweite Amtszeit als Bürgermeister antreten.

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