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Bürgerwünsche wurden berücksichtigt.

Hofheim

Neue Hofheimer Stadtbücherei im Dialog mit der Altstadt

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Zwei Tage nach der Grundsteinlegung haben die Architekten die Fassadengestaltung für das neue Ensemble auf dem Kellereiplatz präsentiert. Auch Bürgerwünsche wurden dabei berücksichtigt.

Der Aufschrei war groß, als die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) die ersten Entwürfe für das teure Gebäudeensemble rund um die neue Stadtbücherei auf dem Kellereiplatz präsentierte. Linke und eine neu gegründete Bürgerinitiative befürchteten, nach dem Chinon-Einkaufszentrum werde ein zweiter „Klotz“ am Rande der Altstadt entstehen. Die Kritiker stellten die Fassade des neuen Gebäudes der Taunussparkasse an der Elisabethenstraße auf selbstproduzierten Visualisierungen ganz ohne Fenster dar.

So wird es nicht kommen. Gestern präsentierte das Darmstädter Architekturbüro Gottstein und Blumenstein die überarbeiteten Fassadenentwürfe für die Bücherei mit Stadtarchiv, das Sparkassengebäude und das „kleine Haus“, in dem ein Laden, Büros und Wohnungen unterkommen sollen. Gearbeitet wird dabei mit hellbraunen Klinkerriemchen, teilweise verputzten Flächen und unterschiedlich großen Fenstern.

Horizontale Bänderungen strukturieren die Fassade des Bankgebäudes, das in allen drei Geschossen rundum Fenster aufweist. Die Ecke Kellereiplatz/Elisabethenstraße, wo sich im Inneren des Gebäudes die Geldautomaten befinden werden, soll mit Kupferblech verkleidet werden, das eine Patina erhält. „Wir wollen für die Fassade natürliche Materialien verwenden, die sich im Laufe der Zeit wandeln können“, erklärte Architekt Joachim Gottstein bei der Präsentation. Die Bezüge zur Altstadt mit Kellereigebäude und Wasserschloss habe man dabei nicht außer Acht gelassen. Der Neubau mit seinen klaren Formen solle in Dialog treten mit den historischen „Hofheimer Wahrzeichen“. Die Fassadengestaltung sei deshalb im Laufe der Feinplanung lebendiger geworden. Anregungen von Bürgern sowie Ideen des Architektenteams hätten den Ausschlag gegeben.

Der Grundstein für das 12,2 Millionen teure Gebäudeensemble wurde Anfang der Woche gelegt. 2021 soll es fertig sein. Andrea Rost 

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