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Renate Mohr, 56.

Flörsheim

Neuanfang mit Mohr

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Erste Stadträtin tritt ihr Amt an.

Das Personaltableau für einen politischen Neuanfang ist nun komplett: Renate Mohr (GALF) hat als Nachfolgerin von Kämmerer Sven Heß ihr Amt als Erste Stadträtin angetreten. Nach dem Wechsel im Bürgermeisteramt soll die 56-Jährige nun Projekte umsetzen, die im Hickhack zwischen dem Viererbündnis (CDU, GALF, Freie Bürger und die inzwischen ausgeschiedene FDP) und dem früheren Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) liegen geblieben sind.

Eines davon ist die Verbesserung der Kinderbetreuung. In Flörsheim fehlen akut rund 200 Betreuungsplätze, der Bau einer Großeinrichtung wurde abgelehnt. Mohr will nun die Gespräche neu aufnehmen und nach Kompromissen suchen. Mit unkonventionellen Stellenanzeigen, die an den Fachhochschulen aushängen, möchte sie junge Erzieherinnen nach Flörsheim locken. Mohr ist ausgebildete Erzieherin und hat selbst eine Flörsheimer Kita geleitet.

Im Unterschied zu ihrem Vorgänger Sven Heß (GALF), der in den Ruhestand geht, hat Renate Mohr die Kämmerei nicht übernommen, die Verantwortung für die Finanzen liegt direkt bei Bürgermeister Bernd Blisch (CDU). Dafür fällt nun das Stadtbauamt in ihren Bereich als Dezernentin. „Bauen und Soziales passen gut zueinander“, sagt die für sechs Jahre gewählte Stadträtin, „dann kann man Projekte unmittelbar umsetzen.“ Wichtig ist Mohr auch Transparenz in den Verwaltungsabläufen, die sie als Vorsitzende der GALF-Fraktion oft vermisst habe.

Mohr ist seit 1997 Stadtverordnete. Die GALF-Fraktion führte sie 15 Jahre lang. Knapp drei Jahre waren die Grünen in dieser Zeit Regierungspartner der SPD. Nach den Kommunalwahlen 2016 kam es zum Bruch. Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) verlor die Wahl.

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