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Infotafel an der Zugangsbrücke zum Wasserschloss.
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Infotafel an der Zugangsbrücke zum Wasserschloss.

Hofheim

Museum im Freien

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Sieben neue Tafeln erzählen die Geschichte des historischen Ensembles rund um Kellerei mit Hexenturm und Alten Wasserschloss in Hofheim - und diesmal stimmen die Fakten.

Zwei Sandsteintafeln informierten Passanten früher über die Geschichte von Kellereigebäude und Wasserschloss. In den 1970er Jahren wurden sie aufgehängt, die Daten darauf erwiesen sich jedoch als falsch. Im Zuge der Sanierung des Kellereigebäudes stellte sich heraus, dass dessen Grundmauern nicht aus dem 18. Jahrhundert stammen sondern mit dem Bau der Kellerei bereits 1425/26 begonnen wurde. Und das Wasserschloss fiel nicht, wie von Heimatforschern einst angenommen, während des 30-jährigen Krieges einem Brand zum Opfer, sondern wurde noch lange nach dieser Zeit genutzt.

Die falschen Schilder sind längst abmontiert. Seit kurzem stehen neue Tafeln auf dem Kellereiplatz. Sieben sind es insgesamt. Sie erzählen die Geschichte des historischen Ensembles rund um das Kellereigebäude mit Hexenturm und Altem Wasserschloss, dessen Brücke erst vor kurzem restauriert wurde. Sämtliche Fakten sind dem Buch von Dieter Reuschling entnommen, das dieser zur „Geschichte des Amtes und der Kellerei Hofheim“ geschrieben hat. Auch am ehemaligen Hof Ehry, in dem heute das Haus der Jugend untergebracht ist, berichtet jetzt eine Tafel über die Geschichte des Gebäudes.

„Wenn wir schon an der Autobahn A 66 mit dem Hinweisschild „Historische Altstadt“ werben, sollen Besucher auch bei einem Spaziergang durch die Straßen Hofheims die geschichtlichen Zusammenhänge erkennen können“, sagt Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD). „Wir sind uns unserer Historie mehr als bewusst.“

Einen ersten Anlauf, Hinweistafeln aufzustellen, gab es bereits 2011. Doch eine aus Edelstahl gefertigte Platte wurde damals nach kurzer Zeit gestohlen, ein anderes Schild mutwillig zerstört. Nun hat die Arbeitsgruppe „Museum im Freien“, der unter anderem Renate Hofmann von der Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt, Dieter Reuschling und Wilfried Wohmann angehören, das Projekt neu gestartet.

Die Tafeln, die seit wenigen Tagen rund um den Kellereiplatz von der Historie künden, sind relativ klein und geben kurz und prägnant die Informationen zu den Gebäuden wieder. Sie sind auf Ständern montiert, einige Tafeln sind auch direkt an den historischen Mauern angebracht. „Wir haben alles mit dem Denkmalschutz abgestimmt“, sagt Stadtarchivarin Roswitha Schlecker. Die große Übersichtstafel am Haus der Jugend sei nachts beleuchtet.

Als Sponsor für sechs Tafeln konnte die Hofheimer Firma Kobold Messring GmbH gewonnen werden. Sie hat auch Geld dafür gegeben, dass der Taunusklub an der Jakobsruhe auf dem Kapellenberg ein Hinweisschild anbringen konnte. Demnächst sollen zwei weitere Tafeln an den Häusern Burgstraße 9 (Schulhausrevolte) und 11 (Stadtmuseum) hängen. Laut Roswitha Schlecker sind insgesamt 27 Schilder an prägnanten Gebäuden der Hofheimer Altstadt geplant.

Der Leiter der Hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer (CDU), will für das Projekt 1000 Euro aus Sondermitteln zur Verfügung stellen. Auch ein Unternehmer aus Hofheim, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, macht mit. Weitere Sponsoren werden gesucht. Freistehende Tafeln kosten rund 850 Euro, Tafeln, die an der Mauer hängen, 400 Euro. Informationen gibt es im Stadtarchiv unter Telefonnummer 06192/966550.

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