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Hattersheim

Morde und Maschinen

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
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Die Phrix hat eine abwechslungsreiche Geschichte. Nicht viel Glück hatten die Gründer, die Frankfurter Kaufleute Gumbert und Krebs, die sich 1885 nach nur einem Jahr aus dem schlecht laufenden Betrieb zurückzogen.

Als Drehort für den Tatort ist die Phrix beliebt. Die verrosteten Stahlträger, zerbrochenen Fensterscheiben und alten Maschinenteile verleihen der ehemaligen Cellulose-Fabrik einen morbiden Charme, dem Fotografen und Filmemacher schlecht widerstehen können. Doch die Phrix selbst hat eine wechselvolle Geschichte, die für manche Story herhalten könnte.

Nicht viel Glück hatten die Gründer, die Frankfurter Kaufleute Gumbert und Krebs, die sich 1885 nach nur einem Jahr aus dem schlecht laufenden Betrieb zurückzogen. Es war Philipp Offenheimer, der später die Fabrik ausbaute und Papier herstellte. 1910 waren 226 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem ländlich geprägten Okriftel dort tätig.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm 1930 Ernst Offenheimer die Leitung des Unternehmens. 1933 musste er vor den Nationalsozialisten nach Amerika fliehen. Nach dem Krieg erhielt Ernst Offenheimer die Fabrik zurück. Er wollte aber nicht in Deutschland bleiben und verkaufte den Betrieb an die Phrix-AG aus Hamburg. Die musste 1970 die Fabrik aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten schließen. Zu der Zeit waren rund 1000 Arbeiter dort tätig.

Winfried Schäfer, dessen Familie viele Jahre lang die Phrix mit Hefe beliefert hatte, wollte das Gelände dafür nutzen, aus Altreifen Energie zu gewinnen. Doch das Vorhaben scheiterte aufgrund bürokratischer Hürden. Seine Söhne verkauften die Phrix an die Investorengruppe.

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