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Traditionsgeschäft in Hofheim: Jean Hammel in der Hauptstraße.
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Traditionsgeschäft in Hofheim: Jean Hammel in der Hauptstraße.

Hofheimer Geschäfte (3)

Mode- und Wäschehaus Hammel

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Hier kann man noch beschaulich einkaufen: Jean Hammel bietet in der Hofheimer Hauptstraße Mode und Unterwäsche - bald schon in der vierten Generation. Von Andrea Rost

Der Name des Firmengründers prangt auch nach mehr als 100 Jahren noch über dem Eingang: Mode- und Wäschehaus Jean Hammel ist am Gebäude Hauptstraße 57 zu lesen. Das mag ein wenig altmodisch klingen, doch Heiko Stellmann stört sich nicht daran. "Unsere Stärke sind perfekte Passform und gute Beratung. Das sind ja durchaus traditionelle Tugenden", sagt der 39-Jährige, der im kommenden Jahr das Geschäft von seinen Eltern Christel und Peter Stellmann übernehmen wird. In vierter Generation wird der Laden in der Hofheimer Altstadt dann als Familienunternehmen geführt.

Jean Hammel war Heiko Stellmanns Urgroßvater. Man schrieb das Jahr 1898, als Johann Hammel, genannt Jean, sein Manufakturwarengeschäft eröffnete. Neben Stoffen, Garnen und Nähnadeln gab es dort bald auch Schuhe sowie Weiss- und Wollwaren zu kaufen, dazu Bettfedern und Daunen sowie Arbeitskleider und die zur damaligen Zeit allseits begehrten Bleyle Knabenanzüge aus dunkelblauem Strickstoff mit Matrosenkragen. Das verrät ein altes Werbeplakat, das die Stellmanns sorgsam hüten. Den Katalog gab´s gratis. Außerdem versprach Jean Hammel seiner Kundschaft "Coulanteste Bedienung und feste Preise".

Stammkunden im Blick

Von dieser Firmenphilosophie sind die Nachfahren des Firmengründers heute gar nicht so weit entfernt. Über den Preis, sagt Heiko Stellmann, laufe im Mode- und Wäschehaus wenig. "Da können und wollen wir mit den Ketten und Discountern gar nicht mithalten." Stattdessen stehen gute Qualität und Markenware im Mittelpunkt, auch mal Exklusives und Ausgefallenes.

Gar nicht so selten geschieht es, dass Firmenchefin Christel Stellmann ihre Kollektion nach dem Geschmack der Stammkundinnen zusammenstellt. Die, sagt Heiko Stellmann, machten einen großen Teil der Käufer aus; und sie kommen für die begehrte Ware längst nicht nur aus Hofheim, sondern aus dem ganzen Main-Taunus-Kreis und sogar bis aus Wiesbaden angefahren.

Freundlich bedient werden die Kunden bei Jean Hammel allemal. Peter Stellmann legt Wert darauf: "Wir sagen Guten Tag und halten jedem, der zu uns kommt, die Türe auf." Hektisch wie in den großen Kaufhäusern gehe es im Mode- und Wäschehaus nie zu. Genau das wüssten die Kunden zu schätzen. "Die kommen dann, weil sie in den Einkaufszentren am Wochenende nichts Passendes gefunden haben, am Montag hierher und sind glücklich, dass sie individuell beraten werden und in Ruhe einkaufen können."

Ob das Chinoncenter, in dem ja neben C & A eventuell auch andere Bekleidungsgeschäfte unterkommen sollen, eine Konkurrenz für sie sein wird, wissen die Stellmanns noch nicht so recht. "Das muss man abwarten,", sagt Heiko Stellmann; sein Vater hingegen hätte sich gewünscht, dass das neue Einkaufszentrum nicht auf dem Chinon-, sondern auf dem Kellereiplatz und damit näher an der Altstadt entsteht. Die Elisabethenstraße hätte das Chinoncenter dann nicht von den Läden in der Innenstadt getrennt. "Die Leute würden Hofheim als Einkaufsstadt eher als Einheit erleben."

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