1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis

Millionenspritze für die Krankenhäuser

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Waltraud Brunn (li.) und Elfriede Wagner arbeiten ehrenamtlich als Grüne Damen in der Main-Taunus-Klinik.
Waltraud Brunn (li.) und Elfriede Wagner arbeiten ehrenamtlich als Grüne Damen in der Main-Taunus-Klinik. © FR/Hoyer

40 Millionen Euro hat der Kreis schon in seine Krankenhäuser in Hofheim und Bad Soden gesteckt. Und damit ist noch lange nicht Schluss. Von Claudia Horkheimer

Von Claudia Horkheimer

Für den Neu- und Umbau des Krankenhauses in Bad Soden bekommen die Main-Taunus-Kliniken vom Kreis 14 Millionen Euro. "Wir haben die erste Tranche von sieben Millionen Euro jetzt überwiesen", teilte Landrat Berthold Gall (CDU) mit. Der zweite Teil soll 2010 folgen. Die Gesamtkosten für die Baukosten betragen 38 Millionen Euro. Davon trägt das Land Hessen 24 Millionen. Der Umbau der Klinik ist laut einer Sprecherin der Kliniken so gut wie abgeschlossen.

Bisher waren die 1995 als GmbH gegründeten Kliniken des Main-Taunus nicht auf öffentliche Mittel angewiesen gewesen, sondern hatten sogar Überschüsse erwirtschaftet. Allein 40 Millionen Euro wurden so in Bauten und medizinisch-technische Ausstattung investiert, teilte die Kreisverwaltung mit. "Aber der dringende Neu- und Umbau mit Umstrukturierung des Klinikkonzerns und seiner beiden Plankrankenhäuser in Bad Soden und Hofheim sprengten den Rahmen", hieß es weiter. Die Baukosten in Bad Soden müssten deshalb mit einer Kapitalaufstockung durch den Kreis kompensiert werden. Dies hatte der Kreistag im Dezember beschlossen.

Mehr Informationen gefordert

Auch für das Hofheimer Krankenhaus existieren Neubaupläne, die sukzessive umgesetzt werden sollen. Der Beginn der Arbeiten ist für 2010 angepeilt. Weil die Pläne hierfür jedoch in der Öffentlichkeit kaum bekannt sind, hat die SPD-Fraktion den Magistrat der Stadt Hofheim gebeten, den Geschäftsführer der Kliniken in eine der nächsten Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses einzuladen, um über den aktuellen Sachstand der Erweiterungen des Hofheimer Krankenhauses zu berichten. Während die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie von Hofheim nach Bad Soden umziehen soll, sollen Innere Medizin, Geriatrie, Psychiatrie, Psychosomatik und Neurologie in Hofheim bleiben, ebenso wie die Notfallversorgung und ein Saal für ambulant abzuwickelnde Operationen.

An den Kliniken in Bad Soden und Hofheim werden jährlich insgesamt 22 000 Patienten in 523 Betten stationär versorgt. Die Main-Taunus-Kliniken haben 1300 Beschäftigte.

Auch interessant

Kommentare