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Der Main-Taunus-Kreis will das Radfahren fördern. (Symbolbild)
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Der Main-Taunus-Kreis will das Radfahren fördern. (Symbolbild)

Main-Taunus

Mehr Radwege zwischen den Kommunen

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Der Main-Taunus-Kreis will das Fahrrad als Verkehrsmittel fördern. Ein Radverkehrskonzept kommt demnächst ins Parlament. Einige der Projekte könnten schnell umgesetzt werden.

Im Main-Taunus-Kreis nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad als Verkehrsmittel. Darauf hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) schon vor über einem Jahr hingewiesen. Der Club unterstützte damals auch die Forderung der Kreis-SPD, ein Konzept für mehr Radschnellwege zu entwickeln, damit vor allem Pendler besser mit dem Drahtesel zu ihrem Arbeitsplatz  kommen können. Von der Achse Hofheim – Eschborn war die Rede, außerdem von einer Radwegeverbindung entlang der S-Bahn-Linie S1 zwischen Hattersheim und Hochheim. Zahlreiche Bürger hatten diesen Wunsch auch im Zusammenhang mit dem Kreisentwicklungskonzept „MTK Zwanzig30“ geäußert. 

Nun könne es bald losgehen mit dem Bau neuer Radwege im Landkreis zwischen Frankfurt und Wiesbaden. Kreisbeigeordneter und Verkehrsdezernent Johannes Baron (FDP) legte gestern ein Radverkehrskonzept vor, über das die Kreistagsabgeordneten demnächst abstimmen werden.  Von den 70 Projekten, die das Konzept auflistet, können nach Angaben des Nahmobilitätsbeauftragten Lukas Berkel einige Ideen bereits kurz- oder mittelfristig umgesetzt werden. Ein Beispiel ist seinen Angaben zufolge die historische Elisabethenstraße zwischen Wiesbaden/Mainz-Kastel und Hofheim. Ein Großteil dieser regionalen Verbindung besteht aus Wegestücken zwischen landwirtschaftlichen Flächen, die mit einem Radweg verknüpft werden könnten. 

Auch an der Landesstraße 3017 von Wicker über Massenheim nach Wallau wäre ein Radweg möglich. Teilweise müsste dazu eine Spur neben der Straße neu angelegt werden. Ein kombinierter Rad-und Fußweg bietet sich für das Liederbachtal zwischen Königstein, Alter Mühle und Kelkheim an. Im Zuge der Entwicklung des Baugebiets Sinai könnte ein Fuß- und Radweg auch auf der Regionalparkroute von Liederbach nach Bad Soden entstehen. Und die Verbindung von Wiesbaden in die Main-Taunus-Kreisstadt Hofheim nördlich der Autobahn 66 könnte verbessert werden. Die Route wird bereits jetzt regelmäßig von Radfahrern genutzt.

Möglich seien längerfristig auch größere Projekte für regionale Verbindungen zum Beispiel an der Autobahn 66 zwischen Hofheim und Eschborn oder am Main-Radweg, sagte Johannes Baron. Allerdings seien dafür Machbarkeitsstudien nötig, und die Planung werde entsprechend länger dauern. Dafür könnten beim Land Fördermittel beantragt werden. 

Der Main-Taunus-Kreis will die Kommunen ebenfalls finanziell unterstützen. Im Haushalt 2018 sind 1,5 Millionen Euro für Investitionen der Städte und Gemeinden bereitgestellt. Aus diesem Topf können auch Radwege mit überörtlicher Bedeutung unterstützt werden, wenn die Kommunen selbst die Radwege anlegen.

Ein Beispiel, wie das funktionieren kann, ist der Radweg zwischen der Hochtaunus-Kommune Steinbach und der Stadt Eschborn entlang der Landesstraße 3367. Die Nachbarstädte unterstützten sich dabei gegenseitig. Eschborn gibt das Geld für den Radweg, die Stadt Steinbach bereitet die Bauarbeiten vor und führt sie durch. 

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