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Mehr Platz für Montessori

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Von: Andrea Rost

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Seit Herbst 2008 hat die Montessorischule eine Oberstufe.
Seit Herbst 2008 hat die Montessorischule eine Oberstufe. © M. Müller

Die Privatschule errichtet einen Neubau für zwei Millionen Euro. Auch eine Krippe für unter Dreijährige ist geplant. Von Andrea Rost

Die Bagger sind da, der Container als Ausweichquartier für die Schüler steht - pünktlich mit Beginn des neuen Schuljahres haben auch die Arbeiten zum Bau eines neuen Schulgebäudes auf dem Gelände Montessorischule in Marxheim angefangen.

Knapp zwei Millionen Euro investiert der private Trägerverein in das dreigeschossige Gebäude. Die alte Scheune, die noch aus der Zeit stammt, als auf dem Gelände des Klosters Zum Guten Hirten Landwirtschaft betrieben wurde, musste dafür weichen. Drei Klassenräume sollen in dem Neubau unterkommen, Fachräume für Naturwissenschaften, für Musik, Kunst und Theater, Schülerarbeitsplätze und ein Lehrerzimmer.

Der zusätzliche Platz wird dringend gebraucht. Denn nicht nur Grundschule und Mittelstufe der Privatschule sind gut besucht, im Herbst 2008 hat auch die gymnasiale Oberstufe bei Montessori den Betrieb aufgenommen. Mittlerweile lernen 35 Schülerinnen und Schüler in jahrgangsgemischten Klassen des Jahrgangs elf und zwölf für das Abitur, 2011 sollen die ersten Montessori-Absolventen ihre Reifeprüfung ablegen.

Grundsteinlegung für den Schulneubau wird am 25. September sein. Die Finanzierung läuft zu einem Großteil über Bankkredite, die durch Elternbürgschaften abgesichert sind. 50000 Euro gibt der Kreis, 20000 Euro kommen von der Stadt Hofheim, 70000 Euro hat die Software-AG-Stiftung zur Verfügung gestellt; die Eltern der Montessori-Schüler spendeten 20000 Euro. Parallel zum Bau des neuen Schulgebäudes verlegen die Stadtwerke eine neue Wasserleitung von der Schlossstraße durch den Wald bis zum Sportpark Heide. Sie wird auch den Neubau mit Trink- und Löschwasser versorgen.

Außerdem entsteht auf dem Schulgelände ein neuer Parkplatz mit 60 Stellplätzen und einer Hol- und Bringschleife für die Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen oder abholen. Bis zu den Osterferien 2010 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

In diesen Tagen wiederaufgenommen werden laut dem Vorsitzendem des Montessori-Zentrums, Jörg Boysen, auch die Gespräche mit der Stadt zur Einrichtung einer Krippe mit zwei Betreuungsgruppen für unter Dreijährige. Die Pläne lagen mehrere Monate lang auf Eis, weil die Finanzierung ungeklärt war und das Land neue Vorgaben für die Gruppengrößen erlassen hatte. Ein Platz für die Montessori-Krippe ist bereits gefunden. Sie soll in einem Anbau an das bereits bestehende Kinderhaus unterkommen.

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