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Mehr Kinder ins Museum

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Von: Ulrich Gehring

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Lena König, Laura Fendel und Bernhard Schick (v.l.).
Lena König, Laura Fendel und Bernhard Schick (v.l.). © Monika Müller

Bernd Schick soll mehr Kinder ins Museum holen. Außerdem soll die Museumspädagogik mit dem städtischen Programm verzahnt werden.

Mit einem neuen Koordinator möchte das Stadtmuseum künftig mehr Kinder erreichen, „vor allem diejenigen, die bislang wenig oder keinen Zugang dorthin hatten“, hofft Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD). Ebenso wie andere freiwillige Leistungen der Stadt steht das Museum unter verschärfter Beobachtung. An Bernd Schick als frisch berufenen Koordinator für die Museumspädagogik knüpfen sich zwei Erwartungen: Mehr Kinder, durch sie aber auch Erwachsene sollen ins Haus kommen. Und: Die Kooperation mit der seit Jahrzehnten von Schick betreuten offenen Kinderarbeit der Stadt soll Synergien heben, sprich: Kosten senken.

„Seit Anfang 2015 wurde intensiver über die Museumspädagogik gesprochen“, berichtete Bürgermeisterin Gisela Stang gestern der Presse. Von 17 500 Besuchern im Vorjahr waren laut Museumsleiterin Eva Scheid knapp ein Viertel Kinder. In den Gesprächen kam die Idee auf, die erfolgreiche städtische offene Kinderarbeit, die voriges Jahr 2000 Kinder erreicht hat, mit der Museumspädagogik zu verzahnen. „Was liegt näher, als diese und andere Kinder und ihre Begeisterung auch für die Angebote des Stadtmuseums zu gewinnen?“, folgerte Stang.

Sie betonte, dass Schick vielen Kindern von den Ferienspielen bekannt sei. Alle zwei Jahre werden diese in Form einer „Kinderstadt“ angeboten. Dabei gewinnen Sechs- bis Elfjährige Einblick in Berufe, öffentliche Dienste, Gesetze und Demokratie. Schick, der auch das Spielmobil organisiert, soll Projekte und Akteure besser vernetzen. Das wurde in Runden Tischen gefordert, zu denen die Stadt Vertreter von Kitas, Schulen und Betreuungen aus dem Kreisgebiet geladen hatte.

Ein Resultat der intensiveren Zusammenarbeit ist, dass Museumsleiterin Scheid gestern zwei neue Mitarbeiterinnen für die Museumspädagogik vorstellen konnte. Sowohl die Kunstgeschichtestudentin Laura Fendel als auch Lena König, die Linguistik studiert, haben Erfahrung als Übungsleiterinnen bei Ferienspielen und Kunstprojekten. Eine erstes Ergebnis ihres Engagements soll nach den Osterferien fertig sein: „Hofheimer Museumsdetektive“, eine Zeitung, in der Kinder für Kinder schreiben und sie auf das neugierig machen sollen, was sie hinter den Museumsmauern erwartet. Entstehen soll die Museumszeitung in einem Raum der Senioren-Nachbarschaftshilfe im Kellereigebäude.

Die neu ausgerichtete Museumspädagogik setzt zudem verstärkt auf Kooperationen. So gastiert das Spielmobil vor dem Museum. Die Ferienspiele begeben sich dieses Jahr auf die Spuren der Römer, ein Lieblingsthema der jüngsten Museumsbesucher. Und für 2017 hat man bereits mit der Volkshochschule ein Projekt „Kultur macht stark“ angedacht, das Kindern Kunst nahebringen soll.

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