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Mehr als 10 000 brauchen Geld vom Staat

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Von: Andrea Rost

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Die Zahl der Menschen im Kreis, die auf finanzielle Unterstützung des Staates angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, ist im vergangenen Jahr im Main-Taunus-Kreis erneut deutlich angestiegen. Von Andrea Rost

Die Zahl der Menschen im Kreis, die auf finanzielle Unterstützung des Staates angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, ist im vergangenen Jahr im Main-Taunus-Kreis erneut deutlich angestiegen: 10072 Hilfeempfänger zählt der Sozialbericht für 2008, das sind um 405 mehr als im Jahr davor. 1565 davon waren nicht erwerbsfähig oder älter als 65 Jahre. Altersarmut bleibt demzufolge ein wichtiges Thema im Kreis. Noch größer ist die Zahl der Kinder, die im Main-Taunus-Kreis an der Armutsgrenze leben - 2550 Menschen unter 14 Jahren waren 2008 auf Hartz-IV angewiesen.

Die meisten Hilfeempfänger sind in Hattersheim zu Hause (1136), in Hofheim (770), Eschborn (522), Flörsheim (511) und Schwalbach (463). Insgesamt betrug der Anteil der Hilfeempfänger an der Bevölkerung im Kreis 4,46 Prozent. Der Frauenanteil bei den Hartz-IV-Empfängern war laut Hielscher mit 4456 Frauen gegenüber 4051 Männern besonders hoch. Das liege unter anderem an der immer noch schwierigen Vereinbarkeit von Job und Familie, mutmaßt der Sozialdezernent.

Hilfe für Frauen

Frauen seien eher darauf angewiesen, eine Teilzeitstelle oder einen niedrig bezahlten Job anzunehmen, zusätzlich müssten sie dann für ihren Lebensunterhalt noch Sozialleistungen beziehen. "Armut darf nicht weiblich sein, deshalb entwerfen wir verstärkt eigene Programme und maßgeschneiderte Lösungsmodelle", sagt Hielscher.

Die sogenannten Aufstocker, die arbeiten, aber so wenig Geld verdienen, dass sie zusätzlich Hilfe vom Staat bekommen müssen, bleiben mit 907 Personen auch im Main-Taunus-Kreis eine feste Größe. Dass Löhne gezahlt würden, die für den Lebensunterhalt in der Rhein-Main-Region nicht ausreichten, sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, stellt Hielscher fest. "Dem müssen wir alle entgegentreten."

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