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"Man kann viel mehr, als man glaubt"

Klaus Michelis über Selbsterfahrung am Seil

Überall werden Kletterwände gebaut und Waldseilgärten eingerichtet. Das Klettern ist offensichtlich zu einer Modesportart geworden…

Klettern liegt auf jeden Fall im Trend. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Waldseilgärten in Deutschland mehr als verdreifacht. Über eine halbe Million Menschen betreiben hierzulande das Klettern als Hobby.

Warum ist Klettern als Breitensport so attraktiv?

Klettern ist ja viel mehr als ein Sport. Ich kenne keine andere Freizeitbeschäftigung mit vergleichbaren ganzheitlich positiven Wirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung. Neben der körperlichen Leistungssteigerung schult Klettern auch das Verantwortungsgefühl und steigert das Selbstbewusstsein. Man braucht schon etwas Selbstvertrauen, um sich in die Höhe zu wagen.

Also ist Klettern etwas für Wagemutige?

Nein, ganz im Gegenteil. Gerade, wer sich wenig zutraut, sollte klettern, um zu erfahren, dass er mehr kann, als er vielleicht glaubt. Nicht umsonst wird der Sport ganz gezielt bei Teamtrainings als Mittel eingesetzt, um die Leute einmal an ihre Grenzen zu bringen. Bei korrektem, verantwortungsbewusstem Verhalten ist das Verletzungsrisiko sehr gering. Die Autofahrt zum Klettern ist statistisch gesehen das Gefährlichste dabei.

Gibt es da überhaupt noch einen Grund, nicht zu klettern?

Wenn gesundheitlich nichts dagegen spricht, eigentlich nicht. Denn jeder bestimmt selbst, ob er leichtere oder schwierigere Übungen macht, und passt die Sportart damit an seine eigenen Fähigkeiten an. Auch Kindergartenkinder können das schon. Ich glaube, dass der Mensch einen Instinkt hat, der ihn nach oben treibt, wenn er Berge oder Bäume sieht. Und gerade Kindern und Jugendlichen bringt das Klettern für ihre Entwicklung unheimlich viel. Ein bekannter Kletterer hat gesagt: "Der wichtigste Muskel beim Klettern ist das Gehirn". Ich finde, dass im Sportunterricht geklettert werden sollte. Dass mittlerweile nicht wenige Schulen Kletterwände haben, ist eine gute Sache.

Interview: Jöran Harders

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