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Die Partei Die Linke.
Die Partei Die Linke. © dpa

Die Linkspartei kandidiert bei der Kommunalwahl am 27. März zum ersten Mal in Hofheim. Das bürokratische Prozedere, das alle Parteien erledigen müssen, haben die Linken aber bereits hinter sich.

Von Michael Grabenströer

Das Prozedere ist für alle Parteien, die ihre Kandidaten bei der Kommunalwahl am 27. März ins Rennen schicken wollen, gleich. Nach der parteiinternen Nominierung sind Formulare auszufüllen, Veranstaltungsleiter müssen nach der Wahl gegenzeichnen und zu allem gehört die Einverständniserklärung der Kandidaten. Für eine Partei, die wie die Linkspartei in Hofheim zum ersten Mal bei der Kommunalwahl antritt, „ein hoher bürokratischer Aufwand“, meint Hofheims Linken-Chef Bernd Hausmann. Er hat 96 ausgefüllte Formularblätter und 56 Unterschriften von 19 verschiedenen Personen und Behörden aufgelistet.

Nun sind die Wahlvorschläge im Rathaus abgegeben – rechtzeitig. Die Linke tritt in Hofheim mit Helga Braun als Spitzenkandidatin an. Auf Platz 2 folgt Linken-Vorsitzender Bernd Hausmann. Auf den weiteren Positionen stehen Wiltrud Raßmann-Tanrikulu und Thomas Maier. Bis Platz 15 ist die Liste gefüllt. Maier ist einer der Kandidaten, die nicht der Partei angehören. Intern rechnen die Linken mit drei Vertretern im Stadtparlament. Außerdem kandidieren die Linken, die sich vor drei Jahren gegründet haben, in fünf der sieben Hofheimer Ortsbeiräten mit Kandidatenlisten.

Zum Wahlprogramm gehört der Einsatz für eine Erhöhung der Grundsteuer und der Gewerbesteuer in Hofheim, „um das Angebot an städtischen Leistungen weiter auszubauen“, wie Hausmann erläutert. So sollen in einem ersten Schritt die Hofheimer Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer auf das „Durchschnittsniveau des Frankfurter Umlandes“ angehoben werden. Längerfristig solle dann der Durchschnitt des Landes Hessen angestrebt werden.

Die Auswirkungen wären nicht unerheblich, nach Meinung der Linken für Bürger und Gewerbe jedoch verkraftbar. Der Gewerbesteuersatz (Hofheim 315 Punkte) lag 2008 im Hessenschnitt bei 393 und im Umland bei 340 Punkten. Ähnliche Unterschiede gibt es auch bei der Grundsteuer.

Bei den vergangenen Wahlen erreichten die Linken ein eher kleines Wählerklientel. Sie kamen bei der Kommunalwahl im Kreis auf 2,1 Prozent, bei der Landtagswahl 2009 auf 3,9 Prozent.

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