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Wohnheim-Abriss erst Anfang 2023

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Nicht groß, aber ein großes Hindernis: Die Mobilfunk-Antenne verhindert schon seit Wochen den Abriss in Alt-Oberliederbach. weiner
Nicht groß, aber ein großes Hindernis: Die Mobilfunk-Antenne verhindert schon seit Wochen den Abriss in Alt-Oberliederbach. weiner © wein

Stiftung findet keine Alternative für Mobilfunk-Antenne

Liederbach - Ich gehe davon aus, dass wir die Entkernung im August abschließen können und den Abbruch des niedrigen Gebäudeteils im September vornehmen werden. Im Oktober spätestens sollte dann die Antenne verschwunden sein und der Abbruch des linken Gebäudeteils erfolgen.“ Das hatte Bernolph von Gemmingen-Guttenberg, Geschäftsführender Administrator der Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, vor einigen Wochen dieser Zeitung mitgeteilt. Denn viele Liederbacher werden sich längst gefragt haben, warum das schon lange entkernte ehemalige Gebäude des Hoechst-Wohnheims und spätere Flüchtlingsunterkunft in Alt-Oberliederbach einfach nur so da steht.

Nun hat der Sprecher seine Ausführungen aktualisiert: Da kein alternativer Standort für die Antenne gefunden worden sei, müsse die Laufzeit des Mietervertrages bis Ende 2022 abgewartet werden. Der Abriss ist nun für Anfang 2023 geplant.

Die Cronstetten-Stiftung will dort neu bauen, einen inklusiven Komplex mit 42 Wohnungen auch für Menschen mit Behinderung sowie einem gläsernen Mittelteil für den Park-Blick mit Foyer und Gemeinschaftsflächen schaffen. Von Gemmingen wundert sich zwar schon über das Prozedere mit der Antenne, trägt es aber „mit Fassung“. Das werde den Bau um zwei, drei Monate verzögern. Den Einzug hatte er sich für Ende 2024 erhofft. „Aber wir sind ja gekommen, um zu bleiben und wollen es gut machen“, so der Administrator. Aktuell laufe die Vorvergabe für den Holzbau - dieses Material dominiert im Ensemble. Zwei qualifizierte Firmen seien im Rennen und lägen im Kostenrahmen. „Horrorszenarien“, wie überall bei vielen Bauprojekten, erwartet von Gemmingen hier nicht. Aber natürlich seien es nicht mehr die Beträge der Schätzung von 2020, als insgesamt von 20 Millionen Euro die Rede war. Eine Baugenehmigung liegt noch nicht vor, doch der Sprecher sieht keine unüberwindbaren Hürden.

Derzeit plant die Stiftung den Mittelteil für die gemeinschaftliche Nutzung. Sie wolle flexibel sein, um auf die Anforderungen der Bewohner reagieren zu können. Bürgermeisterin Eva Söllner hatte sich auch eingeschaltet, doch ein alternativer Standort für die Antenne habe sich zerschlagen, bedauert sie. Die Lösung, die sie sich ebenso erhoffte, heißt nun in Alt Oberliederbach schlicht: abwarten.

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