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Das „Haus Hynsperg“ am Park in Liederbach soll 2024 bezugsfertig sein.
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Das „Haus Hynsperg“ am Park in Liederbach soll 2024 bezugsfertig sein.

Liederbach

Stiftung plant integratives Wohnprojekt in Liederbach

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Das einstige Flüchtlingsheim in Alt-Oberliederbach wird durch einen modernen Holzbau ersetzt. Senioren, behinderte Menschen und Singles mit Kindern sollen dort Platz finden.

Noch stehen an der Adresse Alt-Oberliederbach Nummer 10 schmucklose Backsteingebäude – ein Flachbau und ein Hochhaus. Als Auszubildendenwohnheim der Hoechst AG wurden sie in den 1960er Jahren errichtet. Zuletzt waren fast 100 Asylsuchende aus Krisengebieten darin untergebracht.

Wegen Schimmel an den Wänden, undichter Fenstern, kaputter Heizungen und desolater Sanitäranlagen geriet das größte Flüchtlingsheim des Main-Taunus-Kreises mehrfach in die Schlagzeilen. Der Landkreis kaufte die Liegenschaft schließlich von der Deutsche Wohnen AG, die die Häuser vermietet hatte, und sanierte die Gebäude. Nach einem Brand im Jahr 2017 wurde der Flachbau jedoch unbewohnbar, die Flüchtlinge mussten ausziehen, die Gebäude standen leer.

Seit Ende vergangenen Jahres ist die Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung aus Frankfurt neue Eigentümerin des Komplexes. Sie will die Gebäude abreißen und plant ein integratives Wohnprojekt in Liederbach, das jetzt Gestalt annimmt.

Die Entwurfsplanung des auf Holzbauten spezialisierten schwedischen Architektenbüros „White Arkitekter“ sei vom Führungsgremium der Stiftung vor kurzem einstimmig verabschiedet worden, bestätigte deren geschäftsführender Administrator, Bernolph Freiherr von Gemmingen-Guttenberg der FR.

Geplant sind den Angaben zufolge im „Haus Hynsperg“ 40 Wohnungen, verschiedene Gemeinschaftsräume und eine Tiefgarage. Das Wohnprojekt mit Serviceangeboten ist für Senioren gedacht sowie für jüngere Menschen mit erworbenen körperlichen Einschränkungen und für Singles mit Kindern.

Die neuen Gebäude sollen den alten Dorfkern Liederbachs und den vom Frankfurter Gartenarchitekten Heinrich Siesmayer gestalteten Oberliederbacher Park bestmöglich miteinander verbinden, heißt es in der Projektbeschreibung.

Die Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung betritt nach eigenen Angaben 250 Jahre nach ihrer Gründung mit dem Neubau nicht nur Neuland in der Region, sondern auch in architektonischer Hinsicht. Die Gebäude sollen komplett aus Holz errichtet werden, ein internationales Expertenteam wurde dafür engagiert. In drei Jahren sollen die Bewohnerinnen und Bewohner einziehen können.

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