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Das marode Gebäude der Flüchtlingsunterkunft am Park soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Liederbach

Stiftung kauft Flüchtlingsheim

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Auf dem Areal der ehemaligen Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete am Park in Liederbach soll eine neue Wohnanlage für Menschen mit Behinderung entstehen.

Die Backsteingebäude an der Adresse Alt-Oberliederbach 10 sind in den vergangenen Jahren mehrfach in die Schlagzeilen geraten. Lange bevor der große Flüchtlingsstrom im Jahr 2015 einsetzte, waren dort fast 100 Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus internationalen Krisengebieten untergebracht. Dabei war das ehemalige Jugendwohnheim mit Flachbau und Hochhaus in einem sehr schlechten Zustand: Schimmel an den Wänden, undichte Fenster, kaputte Heizungen und desolate Sanitäranlagen riefen immer wieder die Behörden auf den Plan. Der Vermieter, die Deutsche Wohnen AG, zierte sich, die Mängel zu beseitigen.

Der Main-Taunus-Kreis kaufte die Liegenschaft schließlich und sanierte die Gebäude. Nachdem ein Brand Anfang 2017 den Flachbau unbewohnbar gemacht hatte, mussten die Flüchtlinge in andere Unterkünfte umziehen.

Nun sind die Tage des maroden Gebäudekomplexes gezählt. Der Main-Taunus-Kreis hat für die gesamte Liegenschaft einen Käufer gefunden. Der Vertrag mit der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung aus Frankfurt solle in den nächsten Tagen unterzeichnet werden, bestätigte deren geschäftsführender Administrator, Bernolph Freiherr von Gemmingen-Guttenberg, auf Anfrage der FR.

Das Konzept der Stiftung sieht vor, die Gebäude aus den 1960er Jahren abzureißen und unter dem Titel „Wohnen am Park“ ein neues Haus für Singles und Paare zu errichten. Vorgesehen ist die Anlage vor allem für ältere Menschen, aber auch für Jüngere. Menschen mit und ohne Behinderung können einziehen. Geplant sind außerdem Gemeinschaftsräume, die auch Besucherinnen und Besuchern offen stehen.

Die Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung sei der einzige Interessent mit einem sozialen Konzept gewesen und habe deshalb den Zuschlag erhalten, teilte Landrat Michael Cyriax (CDU) mit. „Wir sind sehr froh, dass wir einen Käufer gefunden haben, der das Grundstück im Sinne der Gemeinde für soziale und generationsübergreifende Wohnzwecke nutzen will.“

Details über die neue Wohnanlage, für die ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben wurde, will die Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung nennen, sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist. Der Main-Taunus-Kreisausschuss hat dem Verkauf bereits zugestimmt.

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