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Maisfeld frei für Grusel-Gestalten

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Vom Kürbiskopf bis zum Sensenmann, vom Horror-Clown bis zum Harlekin mit Beil: Im Maislabyrinth Liederbach haben rund um Halloween wieder bunte Gestalten das Sagen. sachs
Vom Kürbiskopf bis zum Sensenmann, vom Horror-Clown bis zum Harlekin mit Beil: Im Maislabyrinth Liederbach haben rund um Halloween wieder bunte Gestalten das Sagen. sachs © Melina Sachs

Schräge Schreckfiguren warten im Labyrinth auf Kinder und Erwachsene

Liederbach - Wollt ihr die Kürbisköpfe kurz aufbehalten? Oder wollt ihr kurz atmen?“ Giulia Faster fragt das Duo mit einem gewissen Schmunzeln. Patrick Chuites und Elisa Sefay tragen die echten, zwar ausgehöhlten, aber durchaus schweren Kürbisse schon einige Minuten auf dem Kopf. Doch die beiden Erschrecker-Figuren sind hart im Nehmen und machen beim Foto- und Video-Termin mitten im Maislabyrinth munter weiter. So lange, bis alle Bilder im Kasten sind. Mit einem großen Team und vor allem einigen Gruselfiguren wird in Liederbach alles vorbereitet für die Labyrinthe rund um Halloween.

Zwei Mal ausgebucht, ein Zusatztermin

Betreiber Pascal Fischer hat vor Jahren neben dem klassischen Maislabyrinth im Spätsommer auch die herbstliche Grusel-Variante eingeführt. Sie ist trotz der Corona-Schwierigkeiten zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Die beiden ersten Termine für das Horrorlabyrinth für Jugendliche und Erwachsene sind schon ausgebucht. Deshalb gebe es am Samstag, 12. November, einen Zusatz-Abend, kündigt Fischer an. Für die Grusellabyrinthe für Kinder an den Sonntagen, 30. Oktober und 6. November, gebe es aber noch freie Plätze.

Insgesamt ist Fischer mit der Saison zufrieden. Es werden wieder einige Tausend Besucher über die zehn Wochen gewesen sein, hat er noch keine genauen Zahlen ermittelt. Sie hätten auch gute Rückmeldungen bekommen, freut sich der Sohn einer Landwirts-Familie, die am Hofheimer Weg eine der großen Attraktionen der Region geschaffen hat.

Volker Heymann, der das Personal koordiniert, berichtet von rund 160 Helfern, die vor allem im Mais als Erschrecker in Aktion sind. „Halloween wird ja in Deutschland immer größer“, weiß er - diesem Trend folgen die Liederbacher. Das Bauteam um den Liederbacher Kerbeborsch-Chef Marius Link hat wieder ganze Arbeit geleistet. „Sie haben viele Wünsche umgesetzt“, sagt Gerda Fuchs, die gerade eine Gruselstation, die noch in der Halle steht, testet. In einem hölzernen Tunnel lässt sie einen spitzen Schrei los - eine Kostprobe, was die Spaziergänger im Labyrinth erwartet. Da gibt es ein Schlachthaus, einen Grusel-Gang und viele Schauplätze mit schrägen Gestalten.

Fuchs kommt stets mit fast einem halben Dutzend Verkleidungen aus Seeheim-Jugenheim zum Labyrinth. Sie ist begeistert, wie eine Verkleidung entsteht und sie in diese Rolle schlüpft. Vollmasken kommen für Fuchs nicht in Frage: „Es ist schön, wenn man die Mimik des Menschen noch sieht.“ Denn sie wolle die Leute weniger durch Ekel oder einen Hinterhalt erschrecken, vielmehr „mit der ganzen Persönlichkeit“. Die weit angereiste Erschreckerin weiß, dass viele Gäste das cool finden - später die Aktion loben, Fotos mit ihr machen wollen.

Sie hat sich inzwischen den Künstlernamen „Zora“ zugelegt und kann aus Erfahrung sagen: „Es ist lustig, wenn die Frauen vorgeschoben werden - und die Jungs tun so, als ob sie überhaupt keine Angst haben.“ Das kann Patrick Chuites nur bestätigen. „Die Frauen sind teilweise härter im Nehmen als die Kerle.“ Er wird wieder als „Pumpkin King“ im Feld zu sehen sein. Dann trägt er aber eine Maske und keinen echten Kürbis auf dem Kopf. Schon viele Jahre ist Chuites dabei. Da sein Vater Amerikaner ist, wird bei ihm Halloween durchaus zelebriert. Da gehöre das Erschrecken dazu.

Familie Krohn aus Niederhöchstadt gehört jetzt zum bunten Team dazu. Beim Video-Abend machen die Jungs Nico (11), Jonas (9) und Timo (6) jeden Spaß mit. Regisseurin Faster, die sich um die Werbung in den Sozialen Medien kümmert, verkleidet sie mal kurz als coole Gespenster mit weißen Tüchern und schwarzen Sonnenbrillen. Mama Yvonne macht mit.

Sie seien im Vorjahr beim Grusellabyrinth gewesen, als die „Monster“ gerade ein Treffen hatten. Ihr Sohn Nico war begeistert, „weil das cool aussah und ich das schon immer mal machen wollte“, wie er schwärmt. Nun darf das junge Trio andere Kinder erschrecken. Guilia Faster und Pascal Fischer sind zufrieden an diesem Abend. Viele neue Szenen sind aufgenommen. Bis zu 20 Videos werden es am Schluss sein. Sie sollen zeigen, was die Besucher erwartet und „Einblicke hinter die Kulissen geben“, so Faster. Und natürlich mache die ganze Produktion auch eine Menge Spaß - weshalb es den Tross auch nicht stört, mit Turnschuhen bei Schmuddelwetter im Matsch zu stehen.

Die Eintrittskarten für den Zusatztermin im Horrorlabyrinth am 12. November, von 18 bis 22 Uhr kosten 22 Euro. Es gibt Livemusik, Essen, Getränke und eine Halloween-Party. Das Grusellabyrinth öffnet an den beiden Sonntagen von 14.30 bis 20 Uhr. Es gibt vier Varianten und zwar je nach Altersstufe.

Die Teilnahme kostet 17 Euro. Eintrittskarten sind unter www.maislabyrinth-lieder bach.de erhältlich. Fußball-Minigolf, die Strohhüpfburg und Fußball-Billard gibt es auch weiterhin. Die Veranstalter empfehlen, mit der Bahn oder dem Bus zu kommen.

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