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Die Post schließt nicht vor Weihnachten

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Kündigung „aus wirtschaftlichen Gründen“ / Neue Partnerfiliale ab Juni 2023 nötig

Liederbach - Vergangenen Mittwoch, da sei sie richtig sauer geworden, beschreibt Bürgermeisterin Eva Söllner. Grund für ihren großen Ärger war ein Anruf. Die Politikbeauftragte der Deutschen Post AG habe sich bei ihr gemeldet und kurz mitgeteilt, dass die Liederbacher Poststelle im Wohn- und Geschäftshaus am Villebon-Platz bereits zum 1. Dezember schließen wird. „Das geht überhaupt nicht“, habe sie der Dame deutlich entgegnet.

Nun kann der Konjunktiv gewählt werden, weil die Filiale nicht sofort dicht gemacht wird. Schon am Wochenende habe sie von mehreren Personen erfahren, dass die Angaben nicht richtig seien - und die Politikbeauftragte habe ihr das dann bestätigt, das Durcheinander mit „vertraglichen Schwierigkeiten“ begründet. Im Bauausschuss ruderte Söllner zurück, nachdem sie im Haupt- und Finanzausschuss zuvor schon das Aus verkündet hatte. Allerdings ist es nur ein Abschied auf Zeit. Nun soll diese Liederbacher Poststelle Ende Mai 2023 schließen.

Post-Sprecher Heinz-Jürgen Thomeczek bestätigt den Sachverhalt auf Anfrage. Die Pächterin, deren angefragte Stellungnahme gestern ausblieb, habe „aus wirtschaftlichen Gründen“ gekündigt. Die Kündigungsfrist betrage stets sechs Monate, damit der Konzern ausreichend Zeit habe, um eine Nachfolge zu finden. Der zuständige Vertriebsmanager für Liederbach sei aber „sehr zuversichtlich“, in der Gemeinde einen neuen Post-Betreiber zu finden, berichtet Thomeczek. Vielleicht finde sich ja ein anderes Liederbacher Unternehmen, in dem der Service Unterschlupf finden kann. Möglicherweise auch am Marktplatz, was diesen sicher beleben könnte, überlegt Söllner. Vielleicht ja auch in den Räumen der ehemaligen Volksbank um die Ecke. Diese gehören zwar jetzt auch Bodo van den Wyenbergh mit seiner Praxis für Strahlentherapie, die er zum Teil dorthin noch erweitert hat. Er sei aber für Gespräche offen, sagt er. wein

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