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Eschborn

Am liebsten daheim alt werden

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
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Eine Umfrage des Bürgerforums kommt den Wünschen der Senioren auf die Spur. Viele möchten am liebsten daheim alt werden. Und Supermärkte, Reinigungen, Ärzte und Apotheken, Geldinstitute und Bushaltestellen sollten fußläufig erreichbar sein.

Wie wollen Menschen im Alter wohnen? Und welchen Service halten sie für wichtig? Angesichts des demographischen Wandels wollte das Bürgerforum genauere Antworten auf diese Fragen haben und startete im vergangenen Jahr eine Umfrage unter den Bürgerinnen und Bürgern, die 55 Jahre und älter waren. Die Ergebnisse, die jetzt präsentiert wurden, liefern eine gute Grundlage für die künftige Stadtentwicklungspolitik.

Auch in Eschborn, das überrascht nicht, leben Senioren, vor allem die älteren ab 75 Jahren, am liebsten in der eigenen Wohnung – so lange sie nicht krank und pflegebedürftig sind. Deswegen ist die am häufigste gewünschte Serviceleistung im Alter ein 24-Stunden-Notrufsystem. Wenn sie aber gesundheitsbedingt umziehen müssen, würden die meisten älteren Menschen gerne in Eschborn bleiben, am liebsten in einer Zwei-Zimmer-Wohnung mit Balkon.

Und sie können es sich offenbar auch leisten: Die Auswertung ergab, dass in Eschborn auch bei den Senioren geringe Haushaltseinkommen eher selten sind, nur 8 Prozent der Befragten verfügen über weniger als 800 Euro im Monat. Das sind, wie die Auswertung zeigt, vor allem Frauen mit niedrigen Renten. Immerhin 33 Prozent der Senioren, die den Fragebogen ausgefüllt hatten, kommen auf ein Einkommen zwischen 2000 und 40 00 Euro.

Supermärkte, Reinigungen, Ärzte und Apotheken, Geldinstitute und Bushaltestellen sollten nach dem Wunsch der Senioren am besten fußläufig von ihrer Wohnung aus erreichbar sein. Deswegen wird der alte Ortskern in Eschborn als ideales Wohngebiet angegeben. Die Neubaugebiete in Niederhöchstadt schneiden dagegen am schlechtesten ab. Bei Pflegebedürftigkeit erhoffen sich die Älteren am ehesten Hilfe von ambulanten Diensten.

Für eine Überraschung sorgte die Auswertung in punkto Information: Die städtische Seniorenberatung , so konnte man aus den Antworten folgern, wird nur von sieben Prozent der Befragten genutzt und ist nur 27 Prozent der Befragten überhaupt bekannt. Altenhilfeplanerin Susanne Däbritz führt dieses schlechte Ergebnis darauf zurück, dass die Zielgruppe der Umfrage mit 55+ viele noch vergleichsweise jüngere Senioren umfasste: „ In diesem Alter interessieren sich viele noch nicht für die Themen Pflegeversicherung oder betreutes Wohnen.“ Man wolle jedoch künftig bei den Seniorenfahrten stärker für die städtischen Angebote werben.

Die Freien Wähler sehen sich durch die Ergebnisse der Umfrage in ihrem Wahlprogramm bestätigt: „Neben Seniorenwohnanlagen, Pflegestationen und betreutem Wohnen unterstützen wir das Konzept des gemeinschaftlichen Wohnens“, stellt FWE-Mitglied Dirk Steinhäuser fest. Alle Wohnformen müssten auch für Bürger bezahlbar sein, die finanziell weniger gut aufgestellt sind.

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