Flörsheim

Liberale in Flörsheim verlassen Viererbündnis

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Die FDP-Fraktion will in Zukunft eigenständig agieren. Der Regierungsmehrheit gehören jetzt noch CDU, Galf und Freie Bürger an.

Ein politisches Erdbeben ist der Austritt der FDP aus dem vor knapp zwei Jahren geschmiedeten Regierungsbündnis nicht. Denn CDU, Grüne Alternative Liste Flörsheim (Galf) und die Freien Bürger (dfb) haben auch zu dritt noch eine klare Mehrheit im Parlament. Sie stellen 23 der 37 Stadtverordneten. Die SPD hat elf Sitze, die FDP drei.

Die Liberalen begründen ihren Rückzug auch nicht mit politischen Differenzen. Sie sind voll des Lobes über das Viererbündnis, dem es über Parteigrenzen hinweg gelungen sei, ein gemeinsames Ziel zu erreichen: Das „stark zerrüttete Verhältnis zwischen SPD-Bürgermeister Michael Antenbrink und dem Parlament“ durch die Abwahl des Sozialdemokraten zu beenden und den gemeinsame Kandidaten Bernd Blisch (CDU) zum Rathauschef zu küren. Nun wolle die FDP die politische Arbeit in Flörsheim eigenständig weiterführen, heißt es in einer Mitteilung.

Mit derlei Gedanken tragen sich die übrigen Bündnispartner nicht. „Wir wollen die Zusammenarbeit auf jeden Fall fortsetzen, auch im Hinblick auf die nächste Kommunalwahl“, sagte Galf-Fraktionchefin Renate Mohr der FR. Flörsheim sei eine Hochburg der AfD im Main-Taunus-Kreis. „Da braucht es eine starke Mehrheit im Parlament.“Auf die Grüne und Freie Bürger als Kooperationspartner will auch die CDU nicht verzichten. Es gebe keine Ausstiegsszenarien aus dem Regierungsbündnis, betonte Fraktionschef Christopher Willmy gegenüber der FR. Man sei an einer politischen Mehrheit interessiert, die Bürgermeister Bernd Blisch den Rücken stärke. Zur bevorstehende Wahl des Ersten Stadtrates kündigte Willmy einen gemeinsamen Kandidaten der drei Fraktionen an. Sven Heß (Galf), der dieses Amt zurzeit innehat, geht im Sommer in den Ruhestand.

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