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Lernen für das Leben in Europa

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Im August soll der Unterricht an der Internationalen Schule in Schwalbach beginnen. Sie entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Flüchtlingslagers. Von Jöran Harders

Von JÖRAN HARDERS

Im August soll der Unterricht an der Internationalen Schule beginnen, die auf dem Gelände der ehemaligen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge geplant ist. Das kündigt der Betreiber, die Obermayr-Europa-Schule, an. Schon jetzt können Eltern ihre Kinder für einen Platz an der Schule vormerken lassen. Nach Wiesbaden, Taunusstein und Rüsselsheim wird Schwalbach dann der vierte Ort in Deutschland sein, an dem Obermayr Schulen und Kindergärten eingerichtet hat. Auch in Schwalbach wird es nicht nur eine weiterführende Internationale Schule geben, sondern darüber hinaus zwei Grundschulen und eine Kindertagesstätte.

Das Angebot der bilingualen Grundschule richtet sich an deutschsprachige Familien, die ihre Kinder so früh wie möglich Englisch lernen lassen möchten. Die ausschließlich englischsprachige Grundschule, die Primary School, ist für Kinder aus ausländischen Familien gedacht, die nur vorübergehend in Deutschland bleiben. Dort wird ebenso wie an der weiterführenden Schule, der International School, nach weltweit einheitlichen Standards unterrichtet. Die weiterführende Schule bereitet ihre Schüler auf das International Baccalaureate vor, das weltweit als Schulabschluss anerkannt wird. Die Schulsprache an der International School ist ebenfalls Englisch.

Kindergarten- und Hortkinder sollen in Schwalbach in einer Kindertagesstätte betreut werden, die wie die Schule nach den Standards der International Baccalaureate Organization (IBO) organisiert ist. Langfristig will die Obermayr-Europa-Schule auf dem Gelände auch eine private Fachhochschule ansiedeln, für die aber noch kein Eröffnungstermin genannt wurde.

Schulgründer Karl Obermayr hat in der Satzung der Schule das Ziel der "Erziehung und Berufsausbildung im Geist der europäischen Integration" festgeschrieben. "Die internationale Atmosphäre beflügelt das Interesse an der Mehrsprachigkeit", wirbt Schulleiter Gerhard Obermayr für seine Schule, die der Dominanz der englischen Sprache in einer sich globalisierenden Welt Rechnung trage. Die Obermayr-Europa-Schule versteht sich als Bildungseinrichtung, die Kinder und Jugendliche "auf ihr künftiges Leben in einem zusammenwachsenden Europa" vorbereiten will. Das monatliche Schulgeld sei, so betont der Schulleiter, im Vergleich zu anderen Privatschulen "sozial verträglich" - monatlich müssen Eltern für den Schulbesuch ihrer Kinder zwischen gut 200 und knapp 900 Euro bezahlen, je nachdem, für welches Angebot sie sich entscheiden.

Für Samstag, 31. Januar, laden die Schulbetreiber am künftigen Unterrichtsort, Am weißen Stein, zu einer Informationsveranstaltung ein. Zwischen 10 und 13 Uhr beantworten Gerhard Obermayr und die Sprecherin der Europa-Schule, Stefanie Mann, Fragen zu allen Schul- und Kindergartenangeboten, die es auf dem früheren Wohnheimgelände ab August geben wird.

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