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Leben im Alter

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Von: Kerstin Klamroth

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Eine Ideenwerkstatt zum Thema Senioren soll Antworten auf drängende Fragen liefern. Offizieller Auftakt war am Freitag im Altenzentrum Altmünstermühle.

Welche Auswirkungen wird der demographische Wandel haben? Wie ist es möglich, in Zeiten finanzieller Krisen ein vielfältiges Angebot für Senioren zu erhalten? Was muss geschehen, damit alle trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können? Antworten auf diese Fragen soll in Hattersheim eine Ideenwerkstatt liefern. Offizieller Auftakt war am Freitag im Altenzentrum Altmünstermühle.

Die Zahlen, die Bürgermeisterin und Schirmherrin Antje Köster (SPD) präsentierte, sprechen eine deutliche Sprache: Derzeit hat Hattersheim 26 600 Bürger, davon sind 6 700 über 60 Jahre alt. Bis zum Jahr 2030 allerdings wird der Anteil der 65-jährigen Einwohner um ein Viertel steigen, die Zahl der Hochbetagten um 160 Prozent. Wie dann das Leben in der Mainstadt aussehen wird, sollte man Kösters Ansicht nach nicht dem Zufall überlassen.

In der Altmünstermühle kamen deswegen Experten aus allen Fachrichtungen zu einem eintägigen Workshop zusammen: Mitarbeiter von Pflegediensten, den Besuchsdiensten der Kirchen, vom Bau- und Ordnungsamt und der Hawobau sowie der Seniorenberatungsstelle. Eingeladen waren, so Stadtsprecher Stefan Käck, „alle, die sich in beruflich, politisch oder persönlich mit dem Thema Älterwerden in Hattersheim beschäftigen.“ Ziel ist es, ein Konzept für die künftige Seniorenarbeit zu erstellen. „Hattersheim für alle Generationen“ soll der Titel sein.

Geld vom Bund

Möglich wurde diese Arbeit auch durch die finanzielle Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das hatte im Jahr 2013 für sein Programm „Anlaufstellen für ältere Menschen“ Hattersheim als eine von 300 Kommunen ausgewählt. Für das Programm stehen bis 2017 insgesamt rund sieben Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung.

Der Workshop am Freitag war nur ein erster Schritt. Die Teilnehmer diskutierten über vier Schwerpunktthemen: Wohnen im Alter, Versorgung und soziale Kontakte, ambulante Pflege und haushaltsnahe Dienstleistungen, ältere Menschen und ihr Umfeld – Angehörige und Nachbarn.

Sozialarbeiterin und Moderatorin Tina Hobusch sammelte die Ideen. Später sollen sie von einer Arbeitsgruppe gesichtet und gebündelt werden.

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