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Die Künstler von opus furore spendeten ihren Segen.
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Die Künstler von opus furore spendeten ihren Segen.

Hofheim

Kunst, Kultur und Kulinarisches

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
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Trotz Wetterkapriolen genießen die Besucher einen gelungenen Auftakt des Kreisstadtsommers. Zehn Vereine haben beim Eröffnungsfest mitgewirkt.

Nach seiner Taufe nahm der Kreisstadtsommer richtig Fahrt auf: Zwar fiel die Eröffnung bei Platzregen buchstäblich ins Wasser, aber Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) ließ es sich nicht verderben: „Bei schönem Wetter kann ja jeder feiern.“ Am Sonntag drangen dann wieder Sonnenstrahlen durch die Wolken, und Stang war rundum zufrieden: „Eine friedliche, relaxte Stimmung in der Stadt, was will man mehr?“

Der Bürgermeisterin war es wichtig, dass auch die Familien zum Feiern auf den Kellereiplatz und den Ludwig-Meidner-Platz vor dem Museum kommen. Und bei dem bunten Programm auf der Bühne war am Wochenende tatsächlich für jeden etwas dabei.

Zehn Vereine hatten beim Eröffnungsfest mitgewirkt, beim gesamten Kreisstadtsommer, der noch bis zum 11. September Veranstaltungen bietet, werden es 38 Vereine sein. In diesem Jahr zum ersten Mal brachte das Showspielhaus Ausschnitte aus seinem Programm auf die Bühne. „Endlich ist was los in der Stadt“, fand Besucherin Christa Schaller, die mit ihren beiden Enkelkindern unterwegs war.

Vielfältig war das Essen, das an verschiedenen Ständen angeboten wurde, vom afrikanischen Gemüsecurry über türkische Hamburger bis hin zu spanischen Hackbällchen. „Gesegneten Appetit“ wünschten die beiden Berliner Künstler Michael Braun und Michael Liermann, die als Nonnen verkleidet auf Stelzen mit dem Weihrauchfass unterwegs waren und so manchem Zecher präventiv eine 24-Stunden-Absolution erteilten. Nur Glück spenden wollten dagegen Kleeblatt und Schornsteinfeger vom Stelzen-Tanz-Theater Leonhard.

125 Stände

Entspannt ging es auch beim Flohmarkt zu, den der Turnverein 1860 organisiert hatte. 125 Stände waren auf dem Chinonplatz vor dem Rathaus aufgebaut, an denen die Menschen feilboten, was sie aus ihren Schränken und Kellern zutage gefördert hatten. Chris Basler ist schon zum zweiten Mal dabei: „Beim Kreisstadtsommer hat man ein ganz anderes Publikum als bei den großen Flohmärkten, wo gnadenlos gefeilscht wird“, hat die Lorsbacherin festgestellt.

Über mangelndes Interesse konnte sich auch Drucker Manfred Brehl nicht beklagen, der vor dem Museum eine mittelalterliche Holzpresse aufgebaut hatte: „Ich komme nicht mal dazu, einen Tee zu trinken.“ Mit Begeisterung druckten Kinder und Jugendliche Ex Libris, die Hofheimer Künstler gestaltet hatten. „Eigentlich ist das ja eine Presse, wie es sie schon vor Gutenberg gab“, erzählt der 64 Jahre alte Okrifteler, der die schwere Holzmaschine vor sechs Jahren gebaut hat.

Brehl ist einer, der die Druckerschwärze an den Händen liebt und seine historisch nicht ganz stilechte Holzpresse ganz besonders: „Holz ist anders als Stahl, es hat eine Seele.“ Die Aktion hatte sich die Stadtbücherei ausgedacht, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

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