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Schwalbach

Kritik an Kreisel-Planung

An der Kreuzung Sulzbacher Straße/Am Flachsacker hält Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) einen Kreisel für die sinnvollste Lösung. Kritik an der Planung kommt jetzt von den Schwalbacher Grünen

Von Jöran Harders

Ein Kreisel soll an der Kreuzung Sulzbacher Straße/Am Flachsacker künftig dafür sorgen, dass der Verkehr dort besser fließt und dass trotz des in der letzten Zeit gestiegenen Verkehrsaufkommens alle Verkehrsteilnehmer die Kreuzung so sicher wie möglich passieren können. „Der Kreisverkehr ist an dieser Stelle die sinnvollste Lösung“, findet Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) – und zwar sowohl aus verkehrstechnischer als auch aus finanzieller Sicht.

Denn wenn an der Kreuzung eine Ampel installiert würde, sei mit wesentlich höheren Folgekosten für den Betrieb und die Wartung der Ampelanlage zu rechnen. Kritik an der Planung des Kreisels kommt jetzt von den Schwalbacher Grünen, die bemängeln, dass er für Fußgänger und Radfahrer nicht optimal ausgelegt sei. So seien die Einfahrten in den Kreisel zu breit.

Autofahrer würden dadurch verleitet, Radler zu überholen, für die es im Kreisel keinen eigenen Radweg gibt. Die Breite der Zufahrten und der Fahrbahn im Kreisel selbst sei entsprechend der Verkehrsbelastung und der Größe der Fahrzeuge, die den Kreisverkehr passieren werden, berechnet worden, erklärt die Leiterin des Bau- und Planungsamtes, Heike Hochheimer. „Würde man die Durchfahrt schmaler bauen, wäre sie für Linienbusse oder Lastwagen nicht passierbar.“

Ausschuss nicht beteiligt

Neben der Breite der Zufahrten geht es bei der Kritik des grünen Stadtverordneten Thomas Nordmeyer um die Zahl der Fußgängerüberwege, die Führung des Radwegs an der Einfahrt zu Procter & Gamble und um den mittleren Ring, der als Ausweichzone für große Fahrzeuge gedacht ist. Aber nicht nur die Gestaltung des Kreisels moniert Nordmeyer, sondern auch die Tatsache, dass der Bauausschuss und die Stadtverordnetenversammlung an der Planung nicht beteiligt worden sind. Bürgermeisterin Augsburger sieht das anders. „Der Bau eines Kreisels ist Sache des zuständigen Fachamtes und nicht Aufgabe des Ausschusses und der Stadtverordneten“, stellt sie fest. Da es dafür zahlreiche Vorschriften gebe, sei es geraten, sich auf den Sachverstand der Fachleute zu verlassen.

Auch der ADFC und die Rad-AG seien erst viel zu spät über die Details der Kreiselplanung informiert worden, meint Nordmeyer, der nicht nur im Stadtparlament, sondern auch in der Rad-AG sitzt. Die soll dabei mithelfen, dass der Radverkehr in Schwalbach einen höheren Stellenwert bekommt. Den Vorsitz der AG hat der Leiter des Ordnungsamtes und Fahrradbeauftragte der Stadt, Alexander Barth.

Mit der Rad-AG sei abgesprochen worden, wie die Radfahrer am besten durch den Kreisel kommen, widerspricht Augsburger dem Vorwurf. Und eine Bürgerbeteiligung, wie etwa bei größeren Bauvorhaben, sei bei der Planung eines Kreisels nicht sinnvoll.

Zum Kreisel gibt es heute Abend um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im kleinen Saal des Bürgerhauses, Marktplatz 1–2.

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