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Sport für Geflüchtete in Kriftel

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In Kriftel beginnen im Juni neue Kurse. Michael Buch fungiert dabei als ehrenamtlicher Coach, der die Aufgaben koordiniert.

„Sport und Flüchtlinge“ – so heißt ein Programm des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport. Es unterstützt in Zusammenarbeit mit der Sportjugend im Landessportbund Hessen Städte und Gemeinden in ihrem Engagement, Sport- und Bewegungsangebote für Flüchtlinge zu initiieren und bewilligt Fördergelder.

Auch in Kriftel wird es ab Juni umgesetzt. „Für das Zusammenleben ist es von immenser Bedeutung, dass die zu uns gekommenen Menschen an unserem gesellschaftlichen Leben teilhaben und Teil der Gesellschaft werden. Sport- und Bewegungsangebote bieten sehr gute Möglichkeiten, Flüchtlingen schnell und unkompliziert das Ankommen zu erleichtern und Kontakte zu knüpfen“, betont Bürgermeister Christian Seitz (CDU).

In Kriftel leben zurzeit etwa 140 Geflüchtete.

80 davonkommen an der Hofheimer Straße unter.

Weitere Infos gibt Semiha Eroglu-Buch unter der Telefonnummer 0 61 92 / 40 04 26. bö

Zwei konkrete Projekte wird es geben: die Kurse „Rückenfitness“ und „Frauen in Bewegung“.

„Ziel soll es sein, Hemmschwellen abzubauen“, so der Bürgermeister weiter. „Am Ende soll ja die Normalität stehen, dass die Flüchtlinge wie die Deutschen ganz normal in Vereinen trainieren.“ Ein sogenannter Sport-Coach fungiert dabei als Türöffner: Der IT-Experte Michael Buch hat sich bereit erklärt, für die Gemeinde ehrenamtlich diese Aufgabe zu übernehmen – quasi als „Integrationslotse für den Sportbereich“. Das ist Voraussetzung für die Förderung durch das Ministerium.

Sport-Coaches sind Netzwerker, die vor Ort die Interessen der Beteiligten – Gemeinde, Sportvereine, Asylbetreuung, Flüchtlingsinitiative und Flüchtlinge – bündeln und vermittelnd tätig werden. Michael Buch, der in seiner Freizeit eine Fußballjugendmannschaft trainiert, hat im März bereits eine Schulung des Landessportbundes besucht, sich Angebote überlegt, Trainingsorte sowie eine Trainerin organisiert.

Den Kontakt zu den Flüchtlingen stellt seine Ehefrau Semiha Eroglu-Buch her, die im Rathaus als Sozialarbeiterin tätig ist und vor allem mit der Flüchtlingsarbeit betraut ist. Sie weiß: „Wo man sich zu Hause fühlt, integriert man sich schneller.“ 

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