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Müllgebühren sollen sinken

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Vorschlag im Finanzausschuss

Kriftel - Das wird die finanziell ohnehin stark gebeutelten Bürgerinnen und Bürger freuen. Der Gemeindevorstand will im kommenden Jahr die Abfallgebühr nicht anheben. Die Grundgebühr soll auf dem Niveau von 2022 bleiben, die Leistungsgebühr, die pro Leerung anfällt, soll sogar leicht sinken, so dass unter dem Strich der, der gleichbleibend viel Müll macht, günstiger davonkommt. Das sieht der Vorschlag vor, der gestern Abend im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden sollte. Aus der Kostenaufstellung für 2023 geht hervor, dass bei den Personalkosten und bei den Summen, die die Abfallentsorger kassieren, mehr Geld aufgewendet werden muss. So sollen die Personalausgaben von 87 792 auf 90 998 steigen. Das Entgelt für die Abfuhrunternehmen wird mit 781 300 statt 730 600 Euro kalkuliert.

Doch die Gemeinde will sich Kosten für Beratung im kommenden Jahr sparen, die für 2022 noch mit 40 000 Euro angesetzt war. Außerdem rechnet Kriftel damit, dass die Gebühren an die Rhein-Main-Abfall GmbH um rund 40 000 Euro sinken werden. Unter dem Strich sieht die Kalkulation für 2023 sogar 27 000 Euro weniger Kostenaufwand vor als 2022. Für die Kostendeckung wird noch ein Griff in die aus Jahresüberschüssen gespeiste Rücklage fällig, die dafür ja aber auch genutzt werden soll.

Die Einsparung soll über eine leichte Senkung der Leistungsgebühren an die Haushalte weitergegeben werden. Da Gebührenhaushalte kostendeckend sein müssen und möglichst keine Überschüsse erwirtschaften sollen, ist dies konsequent. Bei der Gefäßgröße 60 Liter soll der Leerungsbetrag von 4,80 auf 4,50 Euro sinken, für die am stärksten verbreitete 80-Liter-Tonne, die 1480 Krifteler Haushalte nutzen, wären statt 6,40 dann 6 Euro zu zahlen. Das 120-Liter-Gefäß soll 9 statt 9,50 Euro pro Leerung kosten für den 240-Liter-Container sind 18 Euro kalkuliert, der 1100-Liter-Container wird 82 Euro kosten - wenn sich die Gemeindevertretung in der kommenden Woche diesem Vorschlag anschließt. babs

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