1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis
  4. Kriftel

Krifteler Bürgermeister will nicht ins Landratsamt

Erstellt:

Kommentare

Christian Seitz (CDU) ist seit 2006 Bürgermeister von Kriftel.
Christian Seitz (CDU) ist seit 2006 Bürgermeister von Kriftel. © Michael Schick

Die CDU kann eine weitere hauptamtliche Dezernententelle in der Hofheimer Landverwaltung besetzen. Der Krifteler Bürgermeister Christian Seitz widerspricht Gerüchten, er wolle das Amt übernehmen.

Der Krifteler Bürgermeister Christian Seitz (CDU) möchte nicht hauptamtlicher Dezernent in der Hofheimer Kreisverwaltung werden. „Ich habe nach wie vor Interesse daran, das Leben in der wunderschönen Obstbaugemeinde zu gestalten“, teilte er vor kurzem mit. „Kriftel liegt mir sehr am Herzen.“ Der Christdemokrat ist seit 2006 Rathauschef, drei Bürgermeisterwahlen gewann er mit großem Vorsprung.

Als stellvertretender Chef der CDU-Kreistagsfraktion wolle er sich weiterhin in der Kreispolitik engagieren, kündigte der 49-Jährige an. Seitz war in den vergangenen Monaten als möglicher Kandidat für die Stelle des vierten hauptamtlichen Dezernenten im Landratsamt gehandelt worden, die im Koalitionsvertrag von CDU, Grünen und FDP festgeschrieben ist. Einen entsprechenden Beschluss hatten die Bündnispartner im Sommer im Kreisparlament gegen die Stimmen von SPD, Freien Wählern, Linken, AfD und dem Vertreter von Die Partei gefasst. Das Vorschlagsrecht für die neue Stelle liegt bei der CDU, denn sie hat nach dem Ausscheiden des langjährigen Ersten Kreisbeigeordneten Wolfgang Kollmeier neben Landrat Michael Cyriax keinen weiteren Dezernenten mehr in der Kreisverwaltung.

Ehe die neue Stelle ausgeschrieben werden kann, muss sie wieder im Kreishaushalt verankert werden. Außerdem soll die bisherige grüne Kreisbeigeordnete Madlen Overdick zur Ersten Kreisbeigeordneten und Vizelandrätin befördert werden. Ein Wahlvorbereitungsausschuss ist bereits eingesetzt. Die Koalition hat dazu in der jüngsten Kreistagssitzung einen Beschluss gefasst. FDP-Politiker Johannes Baron behält sein Amt als Kreisbeigeordneter.

Die SPD kritisierte die Aufstockung des hauptamtlichen Kreisausschusses scharf. Eine teure Ausnahme, die sich nach der Kommunalwahl 2016 im Zusammenhang mit der neu geschmiedeten Jamaikakoalition ergeben habe, werde ungeniert zur Regel gemacht, sagte SPD-Fraktionschef Philipp Neuhaus. „Und das trotz aller Beteuerungen der Grünen, nach der Kreistagswahl keine weitere Dezernentenstelle im Landratsamt schaffen zu wollen.“

Auch interessant

Kommentare