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Hirsch wieder geöffnet

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Bhupinder und Jaswinder Singh vor röhrendem Hirsch.
Bhupinder und Jaswinder Singh vor röhrendem Hirsch. © Miichael Schick

Das Gasthaus "Zum Hirsch" hat wieder geöffnet: Ein knappes halbes Jahr war das 100 Jahre alte Gasthaus geschlossen. Das Brüderpaar Singh hat Traditionsgaststätte übernommen.

Von Jöran Harders

Ein knappes halbes Jahr war das mehr als 100 Jahre alte Gasthaus geschlossen. Am vergangenen Wochenende wurde die Gaststätte „Zum Hirsch“ wiedereröffnet. Die Pächter, die Brüder Bhupinder und Jaswinder Singh, sind in Kriftel keine Unbekannten: Seit 2011 betreiben sie die Tennis-Oase im Schmelzweg. Während dort vor allem italienische und indische Gerichte auf der Speisekarte stehen, möchten die Singhs ihre Gäste im Hirschen mit bodenständiger deutscher Küche verwöhnen.

„Wir wollen an die Tradition der Gaststätte anknüpfen und uns auf ihre Wurzeln besinnen“, sagt Jaswinder Singh. Daher dürfen regionale Spezialitäten wie Frankfurter Güne Soße oder Handkäs auf der Karte selbstverständlich nicht fehlen. Auch Wildliebhaber kommen im Hirschen jetzt wieder auf ihre Kosten. Das obligatorische Hirschgulasch können sie stilecht vor einem Wandgemälde genießen, das aus dem Jahr 1928 stammt und – natürlich – einen röhrenden Hirsch zeigt.

Behutsam haben die neuen Pächter renoviert. Komplett erneuert wurde die Küche, im Gastraum gibt es jetzt eine Decke mit integrierten Leuchten und eine neue Einrichtung. „Das Anbiente sollte erhalten bleiben“, erklärt Jaswinder Singh. Und eine andere Tradition wollen die Singhs auch wieder aufleben lassen. „Nach der Kersch in den Hersch“, habe es früher gehießen. Der einst beliebte Frühschoppen nach dem Gottesdienst könnte im Hirschen wieder aufleben; sonntags ist das Gasthaus deshalb von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

50 Gäste haben im Gastraum Platz, weitere 25 Sitzplätze gibt es im Gewölbekeller, der auch für Veranstaltungen gemietet werden kann. Zwei Köche haben die Brüder Singh für ihr zweites Restaurant neu eingestellt. Insgesamt bestehen die Teams der Tennis-Oase und des Hirschen nun aus fünf festangestellten Mitarbeitern und einer je nach Bedarf wechselnden Zahl von Aushilfen.

Während Bhupinder Singh als Küchenchef über die Qualität der Speisen wacht – die Karte umfasst rund 35 Gerichte – ist Jaswinder für den Service zuständig. Gastwirte aus Leidenschaft sind beide Brüder: „Wir haben schon immer in der Gastronomie gearbeitet“, sagt Bhupinder Singh.

Die Krifteler seien „froh, dass sie sich wieder im Hirschen treffen können“, so Singh. Das habe sich bereits bei der Eröffnung gezeigt. Allein am Eröffnungstag seien 150 Essen zubereitet worden. Und auch in der ersten Woche sei das Restaurant stets gut besucht gewesen, freuen sich die Brüder Singh, die mittlerweile seit rund 20 Jahren in Kriftel leben.

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