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Gemeinsam einen Skatepark planen

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Gemeinde ist für Wünsche offen

Kriftel - Seit über 20 Jahren gibt es im Freizeitpark eine kleine Skateanlage, doch im vergangenen Jahr musste der TÜV die Nutzung untersagen: Gravierende Sicherheitsmängel wurden festgestellt. Die einzelnen Elemente sind dermaßen in die Jahre gekommen, dass die Kosten für regelmäßige Reparaturen den Wert der Anlage übersteigen. Deswegen plant die Gemeinde einen komplett neuen Skatepark. Damit dieser auch im Sinne der Nutzer konzipiert wird, durften Bürger am Donnerstag im Rathaus Wünsche und Hinweise mit einbringen. Die Frage, ob an einer solchen Anlage überhaupt noch Interesse besteht, erübrigte sich schnell - rund 30 Interessierte waren erschienen, darunter ein gutes Dutzend Kinder und Jugendlicher. Nach der Begrüßung durch den Ersten Beigeordneten Franz Jirasek ergriff Bernd Fröhner das Wort. Der ehemalige Vizeweltmeister im BMX-Freestyle ist Gründer von „Populär Skateparks“, ein Unternehmen, das bereits über 250 Projekte umgesetzt hat. Die individuellen Anlagen von „Populär“ sind unter anderem in Berlin, München und Frankfurt zu finden.

Fröhner zeigte, wie ein neuer Skatepark in Kriftel aussehen könnte. „Euer alter Park ist noch aus Asphalt. Der neue Park würde hingegen komplett aus Beton bestehen“, erklärte er. Diese Bauweise sei gut für die Nutzer und auch gut für die Instandhaltung, denn Beton sei sicher vor Vandalismus. Ausgehend von dem asphaltierten Areal, auf dem die aktuellen Skate-Elemente platziert sind, würde sich der neue Park auf 417 Quadratmetern in Richtung der Parkstraße erstrecken. Dafür müsste ein Stück der Grünfläche weichen.

Im Anschluss meldeten sich die Krifteler Jung-Skater zu Wort und erörterten gemeinsam mit Fröhner, welche Elemente erwünscht sind. „Genau dafür sind wir heute hier“, freute sich der Experte über die rege Beteiligung. Als es dann um „Rails“, „Bangs“ und „Wobbles“ ging, musste Franz Jirasek, wie er später gestand, inhaltlich aussteigen. Auch die anwesenden Eltern schauten sich gegenseitig mit einem Achselzucken schmunzelnd an. Einzig Mathias Franjisic konnte noch folgen, schließlich ist der Hofheimer seit 35 Jahren mit Leidenschaft auf dem Skateboard unterwegs. Sein Fazit zu den vorgestellten Plänen: „Der Park ist schlüssig konzipiert und unterscheidet sich grundlegend von anderen umliegenden Anlagen.“ Sehr gut sei, dass der Park beidseitig befahrbar wäre - und zwar von Skatern, Inlinern sowie Scooter- und Bike-Fahrern.

Kosten würde das Projekt 200 000 Euro und damit doppelt so viel, wie bisher im Haushalt veranschlagt. Zudem ist die Gemeinde verpflichtet, das Projekt öffentlich auszuschreiben. Wann eine Umsetzung beginnen kann, konnte Franz Jirasek daher nicht verbindlich sagen. „Ich könnte mir aber vorstellen, dass die neue Anlage im kommenden Jahr nach den Sommerferien oder aber im Herbst eröffnet werden kann“, so der Erste Beigeordnete.

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