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Gebühren bleiben stabil

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Preise für Wasser und Abfall werden im nächsten Jahr nicht angehoben

Kriftel - Die Nebenkosten fürs Wohnen laufen durch die gestiegenen Preise für Strom und fossile Brennstoffe schon davon. Da wird es viele Krifteler beruhigen, dass nicht nur die Abfallgebühren im kommenden Jahr nicht erhöht werden sollen. Der Gemeindevorstand hat der Gemeindevertretung auch vorgeschlagen, die Gebühren für Trinkwasser und Abwasser 2023 auf dem aktuellen Level zu belassen. Für Trinkwasser soll also auch im kommenden Jahr pro Kubikmeter ein Preis von 2,16 Euro (brutto) zu zahlen sein, für das Abwasser bleibt der Preis bei 2,03 Euro pro Kubikmeter. Für Niederschlagswasser, das auf versiegelten Flächen anfällt und in die Kanalisation geht, sind pro Quadratmeter weiter 0,76 Euro zu entrichten.

Den Abwasserbeitrag stabil zu halten, ist möglich, weil die Gemeinde auf einen Sonderposten aus überschüssigen Gebühren aus Vorjahren zurückgreifen kann. Würde eine kostendeckende Gebühr erhoben, müsste der Kubikmeter Abwasser gerundet 2,22 Euro kosten. Aber Sinn und Zweck der Überschüsse ist nicht ihre Hortung, sie müssen sogar wieder abgebaut werden. Dass die Kalkulation für das kommende Jahr insgesamt deutlich höher ausfällt als im laufenden Jahr, liege nicht an der Inflation oder an gestiegenen Energiekosten, erläutert der Gemeindevorstand. Vielmehr sind wieder einmal Videobefahrungen aller Kanäle fällig, um nach etwaigen Schäden zu fahnden.

Für 2023 rechnet die Gemeinde damit, dass die Krifteler insgesamt rund 575 000 Kubikmeter Trinkwasser verbrauchen werden. Die Ermittlung des Wertes beruht auf den Erfahrungen aus den Vorjahren. Auch für die Bereitstellung des Trinkwassers wird grundsätzlich mit höheren Kosten gerechnet. Auch hier stehen aber „Gebührenausgleichssonderposten“ zur Verfügung, die einen Haushaltsausgleich ohne Erhöhung der Abnahmekosten für die Bürger ermöglichen. Gäbe es diese Möglichkeit des Rückgriffs auf in den Vorjahren zu viel erhobene Gebühren nicht, müssten für einen Kubikmeter statt 2,02 (netto) 2,18 Euro (netto) verlangt werden. Die Sonderposten sowohl für das Trinkwasser als auch für das Abwasser werden im kommenden Jahr nach mehrmaligem Rückgriff darauf seit 2019 bzw. 2021 planmäßig aufgebraucht sein und laut Kalkulation sogar gering ins Minus rutschen.

Das Gemeindeparlament folgte dem Vorschlag zur Gebührengestaltung einstimmig.

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