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Einwand gegen geplantes Baugebiet

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Die A 66 - hier am Krifteler Dreieck, wo auf der Westseite fünf Spuren zusammentreffen, die dann wieder auf drei Spuren zusammengefädelt werden - könnte in Zukunft noch breiter werden. knapp
Die A 66 - hier am Krifteler Dreieck, wo auf der Westseite fünf Spuren zusammentreffen, die dann wieder auf drei Spuren zusammengefädelt werden - könnte in Zukunft noch breiter werden. knapp © Knapp

Autobahnbundesamt weist auf Konflikt bei möglichem Ausbau der A 66 hin

Kriftel - Gegen das geplante Baugebiet „Krifteler Wäldchen“, das der Erste Beigeordnete Franz Jirasek „das wichtigste Projekt der letzten Jahrzehnte“ nennt. gibt es eine Einwendung, die dem Rathaus Kopfschmerzen macht: Das Autobahnamt hat im Rahmen der Offenlegung des Bebauungsplanverfahrens für das rund 14 Hektar große Gebiet darauf aufmerksam gemacht, dass ein weiterer Ausbau der A 66 auf dann vier Spuren in der langfristigen übergeordneten Planung stehe. „Das ist ein gravierender Hinweis, den wir prüfen müssen“, sagte Jirasek am Montag im Planungsausschuss.

Neue Rechnung zum Lärm

Eine weitere Verbreiterung der Autobahn, die vor der Fußballweltmeisterschaft 2006 dreistreifig ausgebaut worden war, hätte zur Folge, dass das Straßenbauwerk näher an das geplante Baugebiet heranrücken würde und zudem mit noch mehr Lärm gerechnet werden müsste. Außerdem hat die Gemeinde Kriftel zur Abschirmung des neuen Baugebiets einen Wall vorgesehen, der allerdings nur Sicht- und Blendschutzfunktion habe, wie Jirasek erläuterte. Lärmschutz biete der Wall nicht. Doch sollte die Verbreiterung eines Tages tatsächlich kommen,wäre der Wall im Weg. „Wir müssten ihn dann auf unsere Kosten versetzen, das wäre eine Möglichkeit“, so der Erste Beigeordnete. Derzeit lasse die Gemeinde prüfen, wie es im Fall eines weiteren Autobahnausbaus mit dem Lärmschutz aussehe. „Wir haben schon Schwierigkeiten gehabt, die Vorgaben zu erfüllen“, räumte Jirasek ein, wie es werde, wenn der Ausbau komme, das werde jetzt neu gerechnet.

Ziel der Gemeinde bleibt aber „nach wie vor“, so Planungsdezernent Jirasek, noch in diesem Jahr einen Satzungsbeschluss zum Baugebiet Krifteler Wäldchen herbeizuführen. Das ist Voraussetzung, um überhaupt im kommenden Jahr mit den Vorarbeiten für die Erschließung beginnen zu können.

Vorangekommen ist die Gemeinde im vergangenen Jahr mit den Verkaufsverhandlungen, die mit den bisherigen Eigentümern geführt werden, um das ganze Gebiet einem Umlageverfahren zuführen zu können. Zwei Eigentümer haben bislang allerdings keine Bereitschaft gezeigt, auch nur ein Gespräch zu führen. Mit anderen, die noch nichts unterschrieben haben, sei man immerhin auf einem guten Weg. Insgesamt gab sich Jirasek auf Nachfrage aus dem Ausschuss zuversichtlich, dass es am Ende gelingen werde, sich mit allen Grundbesitzern zu einigen.

Einigung braucht es auch noch mit der ARGE, den drei Bauträgern AWG, Wilma und Weiß, die auf den Grundstücken entlang der Bahnlinie die Wohnbebauung umsetzen sollen. Der städtebauliche Vertrag, den die Gemeinde mit ihnen schließen will, muss in schwierigen Zeiten unter Dach und Fach gebracht werden. „Große Ungewissheiten“ prägten derzeit die Entwicklung im Baugeschäft, manche fingen schon keine neuen Projekte mehr an, weil niemand sagen könne, wie es in zwei oder drei Jahren aussehen werde, so Jirasek. Derzeit jedenfalls gingen „die Kosten durch die Decke“. Es werde wohl Öffnungsklauseln in einem Vertragswerk geben müssen. Immerhin hätten alle drei Partner klargemacht, dass es sich beim Krifteler Wäldchen um eine „1-A-Lage“ für Wohnungsbau im Rhein-Main-Gebiet handle, nicht zuletzt, weil die Wege zu Zug und Autobahn kurz sind.

Die Gespräche mit der ARGE verliefen zudem vertrauensvoll. So sei er zuversichtlich, dass auch dieser Abschluss gelingen werde und wolle insgesamt „nicht schwarzmalen,“ so der Erste Beigeordnete. Positiv würdigte der Ausschuss, dass das Projekt insgesamt voran gehe und wünschte mit den Worten des Liberalen Florian Conrad der Gemeinde „viel Fortune“ für die nächsten Schritte.

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