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Der „Wächter“ begrüßt die Verkehrsteilnehmer.
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Der „Wächter“ begrüßt die Verkehrsteilnehmer.

Kelkheim

Kreiselbau im Turbotempo

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Ursprünglich wollte die Stadt die Einweihung des neuen Kreisels erst in einem Monat feiern. Doch manchmal gibt es sogar bei öffentlichen Bauprojekten positive Überraschungen.

„Wir sind drei bis vier Wochen vor der Zeit“, teilte Bürgermeister Thomas Horn (CDU) mit, als er am Dienstagabend den Kreisverkehr zwischen Frankenallee, Breslauer Straße und Wilhelm-Dichmann-Straße offiziell freigab.

Der milde Winter und der reibungslose Verlauf der Bauarbeiten hätten für das Turbotempo gesorgt, teilte der Rathauschef mit. Anfang Februar hatten die Arbeiten begonnen, nach viereinhalb Monaten konnten sie nun abgeschlossen werden.

Zentrales Ziel des Kreisels sei, den Verkehrsfluss zu erhöhen, so Horn. „Das flutscht sehr gut“, war sein erster Eindruck. Der werde untermauert durch ein Verkehrsgutachten, betont der Bürgermeister. Das habe die frühere Ampelkreuzung noch mit Stufe F (schlecht) bewertet, den neuen Kreisel hingegen mit Stufe A (sehr gut).

Surrealistische Skulptur im Zentrum

Aber auch optisch soll das umgestaltete Entree zur Kelkheimer Stadtmitte etwas her machen. Deshalb hat der Magistrat entschieden, in dessen Zentrum die surrealistische Skulptur „Wächter/Minos“ von Wolfgang G. Müller aufzustellen. Der Frankfurter Architekt, der an der Städel-Akademie Malerei und Bildhauerei studiert hatte, arbeitete von 1958 bis zu seinem Tod 2003 in seinem Atelier in Eppenhain.

„Ein U-förmiger Edelstahlbogen markiert die grundlegende Geste, mit der der Beschauer begrüßt, verabschiedet, gelenkt oder zum Halten aufgefordert wird“, erläutert Kulturamtsleiterin Beate Matuschek die Verbindung von Werk und Ort. Da sich Wolfgang G. Müller in seinem Werk explizit auf die Musik beziehe, könne der Körper der Skulptur auch als „Klangkörper“ gedeutet werden.

Es bleibt zu hoffen, dass „Wächter/Minos“ das Schicksal einer anderen Kelkheimer Kreiselfigur erspart bleibt. Vor vier Jahren hatte die Stadt mit dem Gartenzwerg „Fred“ für überregionales Aufsehen gesorgt. Vandalen hatten sich gleich mehrfach über den fröhlichen Gesellen hergemacht, den die Stadt auf dem Kreisel am Hauptfriedhof aufgestellt hatte. Das ging so weit, dass eines Nachts der abgeschlagene Kopf samt Zipfelmütze vor der Tür des Bürgermeisters lag. Inzwischen steht auf dem Friedhofs-Kreisel ein Engel aus Metall.

Förderung durch das Land

Die Umgestaltung des neuen Kreisels an der Frankenallee hat 650000 Euro gekostet. Man habe eigentlich schon früher damit beginnen wollen, räumt Bürgermeister Thomas Horn ein. Allerdings habe es ein paar Jahre gedauert, bis das Land bereit war, sich mit einem Zuschuss von rund 85 000 Euro daran zu beteiligen.

Die FDP nimmt für sich in Anspruch, hierbei für Beschleunigung gesorgt zu haben. 2012 sei seine Partei noch belächelt worden, als sie mit dem damaligen Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) die neuralgischen Stellen der Stadt besichtigt habe, erinnert Fraktionschef Heinz Kunz. Tatsächlich habe man dabei die nötigen „Impulse“ für eine Förderung der Frankenallee-Kreuzung gegeben.

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