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Kochen und Kuscheln

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Von: Torsten Weigelt

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Die Erzieher Isabella Kistner und Phil Schmiedel beim Spielen mit Anke, Michelle und Seohui.
Die Erzieher Isabella Kistner und Phil Schmiedel beim Spielen mit Anke, Michelle und Seohui. © Michael Schick

Im Schulkinderhaus an der Hartmutschule werden 180 Kinder betreut. Auch in den Ferien ist geöffnet.

Zur Zeit ist es ruhig im Schulkinderhaus an der Hartmutschule. Aber auch in den Ferien ist geöffnet – und so waren am Montagnachmittag noch sechs Jungen und Mädchen „eingecheckt“, als Leiterin Ute Hampel Mitglieder der SPD-Fraktion im Kreistag durch die großzügigen Räume führte.

„Eine tolle Einrichtung. Das Haus hat uns sehr beeindruckt“, lobte Fraktionschef Karl Thumser nach der Besichtigung. Bei manchem der Besucher, der oder die in einer anderen Kommune Verantwortung trägt, dürfte sich aber auch ein wenig Neid auf diese Form der Eschborner Verhältnisse geregt haben.

Denn das Angebot, das Ute Hampel und ihre 22 Mitarbeiter den Grundschulkindern machen können, ist enorm. Wenn die Mädchen und Jungen aus der Schule kommen, können sie in drei Schichten Mittag essen, um 12, 12.45 und 13.30 Uhr. Danach bietet die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Schulgebäude eine Hausaufgabenbetreuung an.

Kinder haben Qual der Wahl

Doch dann heißt das Motto „offenes Haus“. „Die Kinder entscheiden selbst, wo, wann und mit wem sie spielen“. sagt Ute Hampel. Damit sie und die anderen Erzieher dabei den Überblick behalten, muss sich jedes Kind per Scheckkarte auf einer Tafel im Foyer an- und abmelden.

Was mögliche Aktivitäten angeht, haben die Mädchen und Jungen die Qual der Wahl. Im Aktionsraum Billard, Tischtennis oder -fußball spielen? Malen und basteln? In der Küche Plätzchen backen und neue Kochrezepte ausprobieren? Oder im „Raum der Träume“ auf Fantasiereise gehen oder einfach kuscheln? Und das ist noch lange nicht alles: Im Außenbereich steht ein großes Klettergerüst neben einem Fußballplatz und einem Volleyballnetz. Wer einen „Computerführerschein“ abgelegt hat, kann die Rechner im Medienraum nutzen. Es gibt einen Werkraum mit Hämmern und Sägen und sogar einen Musikraum mit einer kleinen Tanzbühne.

Und wem das immer noch nicht reicht, für den hängen im ersten Stock die Angebote der Woche. So stand gestern ein Ausflug ins Schwalbacher Naturbad auf dem Programm und heute werden Schultüten für die Neuankömmlinge nach den Ferien gebastelt.

Gute Kooperationen

160 Kinder nutzen das Schulkinderhaus, hinzu kommen 20 Kinder aus der Schülerhilfe der AWO. Diese hat in dem Gebäude einen eigenen Raum, in dem sie eine Lernhilfe in Kleingruppen von maximal fünf Kindern anbietet. „Wir haben eine sehr gute Kooperation“, sagt Ute Hampel.

Die gebe es aber auch mit der Hartmutschule und den benachbarten Kindergärten. So schauten an den Vormittagen während des Schuljahres regelmäßig Gruppen und Klassen vorbei, um einen der Räume zu nutzen. Und mit den Lehrerinnen und Lehrern der Hartmutschule gebe es nicht nur gemeinsame Fortbildungen, sondern regelrechte Tandems. Das war dem hessischen Sozialministeriums immerhin schon eine Nominierung für die Auszeichnung „Lernorte der Zukunft“ wert.

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