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Das Rathaus in Eschborn ist den Stadtoberen nicht mehr gut genug.
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Das Rathaus in Eschborn ist den Stadtoberen nicht mehr gut genug.

Stadtmitte Eschborn

Koalition will ein neues Rathaus

Trotz Wirtschaftskrise wollen CDU und FDP in Eschborn Rathaus und Stadthalle neu bauen. Die Opposition würde das Geld lieber anders verwenden. (Zum Voting in den Text klicken). Von Ralf Munser

Von RALF MUNSER

Die Stadt ist dem Abriss von Rathaus und Stadthalle einen Schritt näher gekommen. Der Bauausschuss hat sich am Mittwochabend für einen Architektenwettbewerb zum Neubau des Gebäudekomplexes entschieden.

In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Haupt- und Finanzausschuss präsentierten Berater von Ernst & Young und Architekt Alexander Theiss die Bestandsuntersuchung für die Gebäude. Wenig überraschend kamen sie zu dem Ergebnis, dass Stadthalle und Rathaus marode sind und eigentlich dringend saniert werden müssten. Die fünf Gebäudeteile wurden in den Jahren 1969 (Stadthalle) und 1967 bis 1992 (Rathaus) gebaut.

Das größte Problem ist die Stadthalle: zu klein, zu wenig flexibel nutzbar, zu wenig Lagermöglichkeiten, völlig veraltete Gebäudetechnik. Sie soll größer werden und möglichst einmal rund 550 Menschen Platz bieten. Auch im Rathaus fehlt den Mitarbeitern genügend Platz zum Arbeiten. Zurzeit gibt es im Rathaus rund 10.800 Quadratmeter Fläche, gewünscht werden 16.100.

Zudem könnte bei einem Neubau eine dringend benötigte Tiefgarage mit mehr öffentlichen Parkplätzen entstehen. Momentan gibt es den Angaben nach nur 80 öffentliche Stellplätze auf dem Parkdeck "Am Stadtpfad" und in der Rathaus-Tiefgarage. Zu wenig. Auch ließe sich dann die Verkehrsanbindung der Tiefgarage besser lösen als dies gegenwärtig der Fall ist. Laut den Planern werde der Architektenwettbewerb, Planung und Ausschreibung von Aufträgen und Bauzeit insgesamt ungefähr vier Jahre dauern.

Kritik an dem Riesenprojekt - die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro - kam von der SPD, den Grünen und der Linken. Die Sozialdemokraten, die das Projekt sogar auf 100 Millionen Euro schätzen, lehnen es ab, weil falsche Prioritäten gesetzt würden. "Dadurch kommen andere viel wichtigere soziale Projekte ins Hintertreffen.", sagte Daniela Beck (SPD). Linke-Fraktionsvorsitzender Thomas Matthes äußerte Bedenken wegen des zu erwartenden Verkehrs. Es sei die Frage, ob der Platz überhaupt für Rathaus und Stadthalle in einer solchen Dimension geeignet sei. "Mit dem Architekturwettbewerb stellen wir jetzt die Weichen, in welche Richtung wir marschieren."

Alternative Lösungen entfallen

Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) wies Vorwürfe zurück, dass ein "Verwaltungstempel" gebaut werden solle. Es gebe Defizite und die Stadt brauche eine nachhaltige Lösung, die für die nächsten Jahrzehnte zufrieden stelle. CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Pohlen sprach sich für einen Neubau aus. "Wir sollten endlich mal entscheiden, damit wir weiterkommen." Mit den Stimmen der CDU/FDP-Koalition wurde der Antrag für einen Architektenwettbewerb zum Neubau beschlossen, womit alternative Lösungen wie Sanierung oder Teilneubau entfallen.

Das nächste Wort zu dem Thema haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag, 5. Februar, 19.30 Uhr, im Rathaus.

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