Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Knoblauchwurst und Apfeltee

Einkaufen in aller Welt Beim türkischen Geschäft Düzbag in Hattersheim setzt man auf Frische

Von JÖRAN HARDERS

Riesige Melonen türmen sich auf der Auslage vor dem Lebensmittelgeschäft Düzbag in der Hattersheimer Pegelstraße. "Die sind saftig", preist Ladenbesitzer Israfin Karabayar seine Ware an, und man glaubt es ihm gerne. Denn alles, was er anbietet, sieht frisch und appetitlich aus. "Frische ist das Wichtigste", sagt der gebürtige Türke, der das Geschäft vor rund zwölf Jahren von seinem Vater übernommen hat.

Sein Stolz ist vor allem seine reich sortierte Fleischtheke. Und gerade beim Fleisch komme es darauf an, dass nichts lange liege und dass alles blitzsauber und hygienisch sei, betont er. Dass seine muslimischen Kunden sich darauf verlassen können, dass das Fleisch nach den für sie verbindlichen religiösen Schlachtregeln bearbeitet wurde, versteht sich für Israfin Karabayar dabei von selbst.

Es sind aber keineswegs nur seine Landsleute, die in dem türkischen Laden am Rande der Hattersheimer Siedlung einkaufen. Stammkundin Renate Ludwig etwa schwört auf "ihren Türken" und kommt manchmal sogar mehrmals am Tag, um eine Kleinigkeit einzukaufen oder auch einfach nur, um vorbeizuschauen.

Mindestens ein Mal pro Woche kommt Nimet Aydin zu Düzbag und holt dort eine größere Bestellung ab. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie in Hofheim einen türkischen Imbiss. In Hattersheim versorgt sie sich regelmäßig mit Fleisch, Gemüse, Schafskäse und Oliven. "Die Deutschen lieben vor allem Knoblauchwurst, ,Türkischen Honig' und die eingelegten Oliven", weiß Israfin Karabayar. Eine Spezialität, die es so gut wie nur in türkischen Geschäften gibt, ist der Apfeltee, den er natürlich ebenfalls im Angebot hat.

Für die Bewohner der Siedlung hat der Düzbag-Market wenig Exotisches. Immerhin gibt es das Geschäft mittlerweile seit mehr als 25 Jahren, und türkischen Schnickschnack sucht man bei Düzbag ohnehin vergebens. Einzig ein kleines Regal, auf dem CDs mit orientalischer Musik stehen, gibt es. "Aber Musik kauft hier eigentlich niemand", erklärt Karabayar.

Drei Mal pro Woche fährt der Lebensmittelhändler zur Frankfurter Großmarkthalle, um seine Regale aufzufüllen. Mit steigenden Preisen hat er beim Einkauf ebenso zu kämpfen wie seine deutschen Kollegen. Vor allen Käse, Reis und Nudeln seien in den vergangenen Monaten teurer geworden. Wer Okraschoten - ebenfalls typisch für die türkische Küche - probieren möchte, muss für eine Dose 2,99 Euro bezahlen. "Vor kurzem waren es noch 1,99 Euro", bedauert Israfin Karabayar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare