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Hattersheim

Kita-Plätze statt Hallen-Sanierung

Koalition erstellt Prioritätenliste für Investitionsprogramm

Was könnte aus der Stadthalle alles werden – ein Fitnessstudio, ein Familienzentrum, ein Hotel, eine Kita oder ein Restaurant. Rund 20 Investoren haben sich laut Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) schon für das in die Jahre gekommene Schmuckstück interessiert. Auch der Vorschlag, die Halle nicht zu verkaufen, sondern mit Bundes- und Landesmitteln zu sanieren, stand wieder im Raum. Das wird nun erst einmal aufgeschoben: Priorität haben Kindergartenplätze.

Rund 2,7 Millionen Euro würde eine Sanierung der Halle kostet, schätzt der Magistrat. Bezuschusst von Land und Bund würden die Erneuerung des Dachs, der Fenster und die Wärmedämmung des Gebäudes, auch die Heizung, Lüftungsanlage und die Beleuchtung müssten ausgetauscht werden. Das Geld aus dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP), das die Stadt beantragen will, würde dafür reichen. Doch der Magistrat hält es für wichtiger, Kindergartenplätze zu schaffen. Vier neue Gruppen werden in Eddersheim und Hattersheim gebraucht, für jede veranschlagt der Magistrat 500 000 Euro Einrichtungskosten. Dafür sollen zunächst die Mittel aus dem KIP genutzt werden. Die Sanierung der Stadthalle, im Gegensatz zur Schaffung der Kita-Plätze eine freiwillige Aufgabe der Kommune, rückt damit im Ranking auf Platz 4 – noch hinter den Posthof, dessen technisches Equipment erneuert werden muss und der Feuerwehr, deren Dach repariert werden sollte.

Fördermittel teilen

Mit diese Prioritätenliste zeigten sich FDP und CDU nicht einverstanden. Sie wollen beides: Neue Kita-Plätze und eine neue Stadthalle und plädieren deswegen dafür, die Fördermittel zu teilen. CDU-Stadtverordneter Klaus Schindling empfahl, vielleicht erst einmal zwei statt vier Kita-Gruppen zu schaffen und bezweifelte, dass man pro Gruppe 500 000 Euro ausgeben müsse. Die FDP-Stadtverordnete Karin Fredebold wies darauf hin, dass man den Ehrenamtlichen wieder einen Versammlungsraum zur Verfügung stellen müsse, die Stadthalle verfalle zusehends. Trotzdem wurde die vom Magistrat vorgelegte Prioritätenliste einstimmig verabschiedet.

Die aus den 60er Jahren stammende Halle steht unter Denkmalschutz, das Land nutzte sie in den letzten Monaten als Notunterkunft für Flüchtlinge. Beschlusslage ist, das marode Gebäude samt dem angrenzenden Areal zu verkaufen. Derzeit erstellt das Landesdenkmalamt nach Auskunft von Baudezernentin Karin Schnick (Grüne) ein Konzept, das beschreibt, was an der Halle verändert werden darf. Die Liste der interessierten Investoren sei an das Landesdenkmalamt weitergeleitet worden. kek

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