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Die Kelten im Park

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Kunst und Spielobjekte: Eröffnet wurde die 13.000 Quadratmeter große Grünanlage im Südwesten der Stadt bereits Mitte Juni. In den vergangenen Wochen hat der Keltenpark seinen letzten Schliff bekommen.

Hattersheim. Das grob behauene Ei aus Eichenholz wirkt unspektakulär, doch wer an ihm dreht, hört ein rasselndes Geräusch. Das Spielobjekt, das vor kurzem im Keltenpark aufgestellt wurde, soll an das sogenannte "Überraschungsei" erinnern, das Archäologen im vergangenen Jahr aus der Erde geholt haben. Die Funktion des Toneis aus keltischer Zeit ist bislang ungeklärt.

Eingeweiht wurde die 13 000 Quadratmeter große Grünanlage im Südwesten der Stadt bereits Mitte Juni - mit Spielgeräten für Kinder und Senioren, einem keltischen Baumkreis und Wällen als Begrenzung, wie sie früher zur Einfriedung keltischer Dörfer dienten. In den vergangenen Wochen hat der Keltenpark seinen letzten Schliff bekommen. Der Okrifteler Bildhauer Kai Wolf hat Stelen, Sitz- und Balancierelemente aus Sandstein mit keltischen Ornamenten verziert. Informationstafeln wurden aufgestellt, die das Konzept des Parks erläutern und über die historische Grabungsstätte informieren.

Vieles, was die Archäologen in den vergangenen Jahren ausgegraben haben, liegt noch sorgfältig verpackt im Landesamt für Denkmalpflege. Weil Experten die Fundstücke aus der Nekropole Hattersheim für wertvoll halten, gibt das Land Geld, damit über zwei Jahre hinweg ein Restaurator Scherben, Gewandnadeln, Grabbeigaben und Stoffreste untersuchen und wissenschaftlich einordnen kann.

Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Funde der Öffentlichkeit präsentiert werden. (aro)

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